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Hinterland Mit „Lohra Wiki“ in die Welt hinaus
Landkreis Hinterland Mit „Lohra Wiki“ in die Welt hinaus
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17:33 06.06.2012
Wolfgang Kühnel (von links), Heinrich Justus Wagner, Hartmut Gaul und Hans-Joachim Dörr arbeiten intensiv und regelmäßig an der Internetplattform „Lohra Wiki“ Quelle: Björn-Uwe Klein
Lohra

Sie zählt 33 angemeldete Benutzer, 1629 Artikel und mittlerweile mehr als eine Million Zugriffe: Die Internetplattform „Lohra Wiki“. Hervorgegangen ist das Projekt vor sechs Jahren aus der Initiative „DSL für Lohra“.

Bereits in jenem Jahr machte Hartmut Winter den Vorschlag, eine dem Internetlexikon „Wikipedia“ ähnliche Plattform für Lohra und seine Ortsteile einzurichten. Deren Aufbau nahm 2006 der Arbeitskreis für Ortsgeschichte, eine Abteilung des Vereins für Geschichte und Volkskunde Lohra, in die Hand.

Entstanden ist seitdem eine umfangreiche Plattform, die täglich weiter wächst. Ziel des Arbeitskreises ist es, den Menschen über den Standard einer normalen Gemeinde-Homepage hinaus detaillierte Informationen über ihre Heimat zu bieten.

Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf dem Genealogischen und Geschichtlichen: So etwa sind aus 26 Lohraer Kirchenbüchern von 1624 an bereits 30000 Seiten online gestellt. Somit sei „Lohra Wiki“ auch für Ahnenforscher interessant, berichtet Wolfgang Kühnel, der den genealogischen Teil betreut. Erst kürzlich sei zwecks Ahnenforschung ein Interessent aus den USA nach Lohra gekommen. Dabei habe es sich um einen Nachfahren von Johann Peter Seip gehandelt. Dieser wurde um 1744 herum in Altenvers geboren und gelangte 1775 im Zuge des Soldatenhandels unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Nassau nach Amerika, wo er von der britischen Armee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt wurde, bis er desertierte. Einen ausführlichen Überblick bietet „Lohra Wiki“ auch in Bezug auf die heimische Wirtschaft und das Vereinsleben. Sämtliche Betriebe sind in einem Branchenbuch erfasst, ebenso findet man auch eine Übersicht über die Vereine.

Die nun vorzufindende Gestaltung der Plattform sei nur durch schnelles Internet möglich geworden, sagt Hartmut Gaul der OP. Bewusst habe man sich für das Erscheinungsbild entschieden, das viele Ähnlichkeiten mit „Wikipedia“ aufweist. Die Software sei dieselbe.

Gaul und seine Kollegen Wolfgang Kühnel, Hans-Joachim Dörr und Heinrich Justus Wagner bilden den „harten Kern“ der Benutzer. Sie hoffen auf eine künftig breitere Mitwirkung beim Gestalten der Plattform. Denn obwohl zur Zeit 33 Benutzer angemeldet seien, gebe es nach wie vor „Hemmschwellen“, was das Erstellen und Ergänzen von Beiträgen angehe, sagt Hartmut Gaul, der jeden Tag mehrere Stunden an „Lohra Wiki“ arbeitet. Das Angebot beschränkt sich nicht auf Text- und Bilddateien. Mittlerweile ist zum Beispiel auch das „Lohra“-Lied als Audio-Titel verfügbar.

von Björn-Uwe Klein

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