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Abfuhr für Biedenkopfer Stadtmarketing

„Hochschulstadt“ Abfuhr für Biedenkopfer Stadtmarketing

Die Stadt darf nicht mit der Bezeichnung „Hochschulstadt“ für sich werben. Das hessische Innenministerium hat eine entsprechende Bitte Biedenkopfs abgelehnt.

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Die Stadt Biedenkopf darf sich offiziell nicht „Hochschulstadt“ nennen.

Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Biedenkopf. Das Stadtparlament hatte in einer früheren Sitzung beschlossen, dass die Stadt sich beim Land Hessen um die Bezeichnung „Hochschulstadt“ bewerben soll. Hintergrund ist, dass in Biedenkopf eine Außenstelle des Dualen Hochschulstudiums Studium Plus der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) angesiedelt ist.

Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) verlas nun in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung einen Brief, den er als Antwort aus dem hessischen Innenministerium erhalten hat. Die Verleihungskriterien für die Bezeichnung „Hochschulstadt“ seien in Biedenkopf nicht erfüllt, heißt es in dem Schreiben. Die Bezeichnung „Hochschulstadt“ werde an Städte verliehen, in denen sich der Hauptsitz einer Hochschule befindet.

Würde die Bezeichnung an jede Außenstelle einer Hochschule verliehen, gäbe es schlichtweg zu viele „Hochschulstädte“, lautet die Argumentation des Ministeriums. Allein die THM hat mit Gießen, Wetzlar und Friedberg drei Standorte und darüber hinaus Außenstellen in Biedenkopf, Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Frankenberg und Limburg.

Das Innenministerium würdigt in dem Brief zwar, dass die Studentenzahlen von Studium Plus steigen und bis im Jahr 2020 in Biedenkopf 100 Studierende eingeschrieben sein sollen. Zum Vergleich verweist das Innenministerium aber auf die beiden hessischen „Hochschulstädte“ Geisenheim und Idstein, deren Studentenzahlen sich mit 1500 beziehungsweise 2800 Studenten in einer anderen Größenordnung bewegen.

von Susan Abbe

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