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Minijobs sind im Landkreis immer gefragter

Minijobs Minijobs sind im Landkreis immer gefragter

Von 400 Euro im Monat kann wohl niemand leben, dennoch steigt die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse weiter an: Vor allem als Nebenverdienst sind die Minijobs gefragt.

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Kellnern ist als Minijob gefragt. Im Landkreis arbeiten fast 1.500 geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Ob im Gastgewerbe oder im Gesundheits- und Sozialwesen, ob im Handel oder in der Reparatur von Kraftfahrzeugen – die Minijobber sind in diesen Branchen stark vertreten. Insgesamt 15.767 ausschließlich geringfügig Beschäftigte gibt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf, noch einmal gut 7.100 Menschen bessern sich per Minijob ihr monatliches Gehalt auf. So kommt ungefähr auf jeden sechsten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis ein Minijobber.

Bundesweit gibt es nach Angaben der Minijob-Zentral in Essen derzeit etwa 6,8 Millionen geringfügig Beschäftigte. Im Jahr 2003 waren es noch rund fünf Millionen gewesen. Vor allem die Minijobber im Nebenerwerb sind im vergangenen Jahr mehr geworden: deutschlandweit um 13,3 Prozent, im Landkreis um 6,8 Prozent.

Vom Staat und den Sozialkassen wird die geringfügige Beschäftigung von maximal 400 Euro im Monat gefördert. Denn Minijobs sind abgaben- und steuerfrei. Doch genau diese Subventionierung wird jetzt kritisiert: Arbeitmarktpolitisch finde sich keine Rechtfertigung dafür, Nebenerwerbsbeschäftigungen zu fördern, sagen Arbeitsmarktexperten. Sie befürchten dadurch eine weitere Absenkung des Lohnniveaus.

von Katharina Kaufmann

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