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Hinterland Mineralöl in Nussschokolade gefunden
Landkreis Hinterland Mineralöl in Nussschokolade gefunden
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19:08 21.11.2013
Was steckt im Adventskalender? Verbraucherschützer warnen vor Nuss-Vollmilchschokolade, die Minerölbestandtteile enthält.Foto: Thorsten Richter Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Adventszeit ist Schokoladenzeit: Nussschokolade, Vollmilch und auch Zartbitter sind im Trend, erklärte der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Ferrero-Geschäftsführer Stephan Nießner im am Dienstag veröffentlichten OP-Gespräch. Nun kommt ein erschreckendes Ergebnis von Stiftung Warentest: In fast allen getesteten Tafeln Nussschokolade haben die Tester in ihrer aktuellen Untersuchung aromatische Mineralöle nachgewiesen.

Sie stehen zum Teil unter Krebsverdacht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, die Stoffe in Lebensmitteln zu vermeiden. Die Substanzen stammen vermutlich aus den Verpackungen.

Außerdem wiesen die Warentester in allen 26 Schokoladen die als weniger kritisch geltenden gesättigten Mineralölfraktionen nach, berichtet die Zeitschrift „test“. In drei Produkten wurden auch noch die Pflanzengifte Aflatoxine gefunden - allerdings deutlich unter dem zulässigen Höchstwert.

Dennoch fällt das Schadstoffurteil für kein Produkt im Test schlechter als befriedigend aus. Aufpassen sollten Verbraucher, die allergisch auf Mandeln sind. So enthielten sechs der getesteten Nussschokoladen Spuren davon. Insgesamt schnitten neun der Produkte, die entweder ganze oder gehackte Nüsse enthalten, gut ab. Weitere zehn erhielten die Gesamtnote „Befriedigend“, vier ein „Ausreichend“. Allerdings waren drei Produkte mangelhaft: Auf ihren Verpackungen wurden falsche Angaben gemacht. So enthielten die Nussschokoladen von Ritter Sport, Kaufland und Rapunzel (Bio-Produkt) statt natürlicher Aromen künstliche Stoffe oder die angegebene Menge von Haselnüssen fiel um fast ein Drittel geringer aus.

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie weist darauf hin, dass dieses Problem nicht nur Schokolade betrifft, sondern auch andere Lebensmittel. Nach der Einschätzung des Verbands stammen die bedenklichen Öle vor allem aus Transportkartons aus recyceltem Altpapier.

Altpapier enthalte Mineralölbestandteile und könne diese ausdünsten, erklärte Solveig Schneider, Sprecherin des BDSI. Da für die unmittelbare Produktverpackung in der Regel Kartons aus frischen Fasern und keine mineralölhaltigen Farben verwendet würden, sei „meist ausgeschlossen“, dass auf diese Weise Mineralöle in die Produkte gelangten.von Anna Ntemiris

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