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Millionen stehen für Umbau bereit

Stadtumbau West Millionen stehen für Umbau bereit

Während in Bad Endbach und in Biedenkopf schon investiert und demnächst in Dautphetal die „Grüne Mitte“ entstehen wird, zögern die restlichen Gemeinden des Hinterlands noch.

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Mit der Aufstellung von Vogelscheuchen wurde der Startschuss für das Projekt Dautphetals „Grüne Mitte“ symbolisiert.Foto: Gianfranco Fain

Dautphe. Fünf Jahre der Prüfungen und Planungen sollen nun greifbare Ergebnisse folgen. Dafür steht den 7 Gemeinden des Hinterlandes und Lohra Fördergeld in Millionenhöhe zur Verfügung, doch bisher wird nur in Bad Endbach und Biedenkopf gebaut.

Auch deshalb appellierte Verbandsvorsteher Werner Reitz während der jüngsten Sitzung des Zweckverbands „Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland“ (IZH) in Lixfeld an die Mitgliedsgemeinden, nun auch zu investieren.

Denn: Wird das Geld nicht ausgegeben, fließt es ans Wirtschaftsministerium des Landes zurück, erklärte Reitz. Seit 2005 hat der Verband 2,361 Millionen Euro erhalten, die es nun in den angemeldeten Projekten umzusetzen gelte. Zusätzlich hat der Zweckverband für dieses Jahr weiteres Fördergeld in Höhe von 1,2 Millionen Euro beantragt. Allerdings habe das Ministerium bereits signalisiert, dass die gewährte Summe wesentlich geringer ausfallen werde, erklärte der wirtschaftliche Geschäftsführer des IZH, Michael Völker. Dieser nennt gegenüber der OP einen Ausweg, wie die Fördermittel „gerettet“ werden könnten: Erkläre eine IZH-Gemeinde, dass sie ihr genehmigtes Projekt, zum Beispiel wegen der Kassenlage, nicht verwirklichen wolle, könnte das Geld auf die anderen Mitgliedskommunen verteilt werden. „Aus haushaltswirtschaftlicher Sicht stellen diese Investitionen für die Kommunen eine erhebliche Herausforderung dar“, bemerkte Reitz. Dennoch gelte es, sie nun in Angriff zu nehmen, damit die Gemeinden auch in Bezug auf den demografischen Wandel neu gestaltet werden.

Womit die Gemeinden dies erreichen wollen, konnte sie selbst bestimmen. So wird in Bad Endbach in zusätzliche Parkplätze und Grünflachen an der Lahn-Dill-Bergland-Therme investiert, in Biedenkopf läuft dagegen die Sanierung des Gebäudes „Marktplatz 2“.

Dautphetals „Grüne Mitte“ wird in Etappen realisiert

In Dautphe wird noch in diesem Jahr das Projekt „Grüne Mitte“ begonnen. Ein Projekt, von dem Bauamtsleiter Konrad Moog trotz der Förderung von Bund und Land, die zusammen zwei Drittel der genehmigungsfähigen Kosten ausmacht, sagt: „Das werden wir nicht auf einen Schlag realisieren können.“

Aber der erste Baustein dazu soll noch in diesem Jahr fertig sein, zu einer Zeit, in der man einen Spielplatz noch der Nutzung übergeben kann. „Ende September“, so Moog, wolle man etwas fertiges vorweisen.

Im Dreieck zwischen den ehemaligen Bamberger-Hallen, den Hinterländer-Werkstätten und der Bundesstraße soll auf rund 1800 Quadratmetern als erstes für rund 100000 Euro eine Spielfläche entstehen, die in zwei Zonen aufgeteilt ist, eine für die Drei- bis Sechsjährigen, eine für die Sechs- bis Zwölfjährigen. Mit welchen Geräten die Spielplätze bestückt werden, steht noch nicht endgültig fest, dafür laufen aber die Ausschreibungen.

Fest steht dagegen, dass keine Geräte vom Spielplatz an der Wilhelmshütter Straße, der zeitgleich aufgelöst wird, in die „Grüne Mitte“ versetzt werden, wie es ursprünglich einmal geplant war. Im Oval soll alles schön und neu sein und so werden die gut erhaltenen, gebrauchten Spielgeräte auf Spielplätze in anderen Ortsteilen verteilt.

Der Standort des neuen Spielgeländes wird im „Vogelscheuchenbereich“ liegen, dort, wo vor einigen Wochen das Projekt „Grüne Mitte“ mit dem Aufstellen der von Kindern und Jugendlichen gebastelten Vogelscheuchen auch optisch der Startschuss fiel. In einem Oval liegend, werden die beiden Spielflächen von einem Fußweg getrennt. Die Wege, die das Gelände durchschneiden sollen möglichst alle „Wassergebunden“ also naturbelassen sein, erklärt Moog. Der Bolzplatz und die Skateranlage, werden weiter östlich (siehe Karte, blaue Fläche) nächstes Jahr entstehen.

von Sascha Valentinund Gianfranco Fain

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