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Hinterland „Menschen ist Leistung etwas wert“
Landkreis Hinterland „Menschen ist Leistung etwas wert“
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19:40 27.08.2012
Von Landrat Robert Fischbach und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer erhielt Ernst-Ludwig Wagner das Bundesverdienstkreuz. Für Ehefrau Rosemarie gab es Blumen. Quelle: Heiko Krause
Marburg

Landrat Robert Fischbach nahm gestern mit dem Hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Ehrung von Ernst-Ludwig Wagner im Rahmen einer Feierstunde in den Räumen der Kreisverwaltung vor.

Wagner, 16 Jahre lang Landtagsabgeordneter der SPD, erhielt den Bundesverdienstorden vor allem für seine ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit, im Kreistag, wie auch in seiner Heimatgemeinde Angelburg. Dafür hatte ihn auch der ehemalige Angelburger Bürgermeister Norbert Mai vorgeschlagen.

Fischbach erinnerte daran, dass er und Wagner auch schon Mitglieder einer großen Koalition gewesen seien. Und als er 1993 das Amt des Landrates übernahm, hätte Wagner noch von einem Betriebsunfall der SPD gesprochen, der in sechs Jahren ausgebügelt werde. Aber es sei ja anders gekommen.

Wagner habe sich immer durch große Einsatzbereitschaft für die Region ausgezeichnet, lobte Fischbach nach der Aufzählung der Vielzahl von Ehrenämtern. Und Schäfer verdeutlichte, dass der Geehrte zu Beginn seiner politischen Laufbahn nicht typischerweise den Weg in die hauptamtliche Politik gesucht habe. Er habe aus Freude vor Ort etwas bewegen wollen. Aber auch als Landtagsabgeordneter habe er immer seine Heimat im Blick gehabt. Mehrfach habe er, so Schäfer, als Wahlkampfmanager von Christean Wagner versucht, das Direktmandat zu holen, „es ist uns nicht gelungen“.

Angelburgs Bürgermeister Thomas Beck lobte ebenfalls Wagners Engagement für Ort, Gemeinde und die Menschen. Zu diesen habe er nie den Anknüpfungspunkt verloren. Für die Region engagiere er sich auch in seinem heutigen Beruf, so Fischbach, schließlich sei er Regionalmanager des Vereins Lahn-Dill-Bergland.

Werner Hesse, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, würdigte insbesondere Wagners Verdienste als Unterbezirksvorsitzender. Ihm sei es gelungen, nach dem Bruch der Koalition die SPD „als beste Opposition, die es je im Kreis gegeben hat“, zu einen. „Ich nehme sie in einem gewissen Maß an Demut an“, sagte Wagner zur Auszeichnung. Denn bestellen könne man sie nicht, sie zeige, dass den Menschen seine Leistungen etwas wert seien.

von Heiko Krause

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