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Mehrheit stimmt für Jugendkonzept

Stadtparlament Mehrheit stimmt für Jugendkonzept

Ein Hauptthema der Stadtverordnetensitzung war die zukünftige Konzeption der Jugendpflege der Stadt Gladenbach. Sie wird demnächst an den bsj aus Marburg vergeben.

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Die Ferienspiele der Stadt Gladenbach sind sehr beliebt. Das Foto zeigt Ferienpasskinder beim Bau eines Piratenschiffs an der OHGV-Schutzhütte.

Quelle: Anita Ruprecht

Gladenbach. Der Magistrat der Stadt Gladenbach stellte seinen Vorschlag zur Konzeption der Stadtjugendpflege für den Zeitraum von Juni 2012 bis Februar 2015 vor. Der langjährige Stadtjugendpfleger Claus Schäfer tritt demnächst in die Ruhephase seiner Altersteilzeit ein und wird Anfang Juli seinen letzten Arbeitstag haben. Bis zum Eintritt Schäfers in die Rente im Februar 2015 will die Stadt einen Kooperationsvertrag mit dem Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit Marburg (bsj) schließen, damit der Verein den pädagogischen Teil der Jugendpflege übernimmt.

Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass die Stadt einen hauptamtlichen Sozialarbeiter vom bsj mit 21 Wochenstunden beschäftigt, der einen Büroarbeitsplatz im Rathaus zur Verfügung gestellt bekommt. Die Finanzierung der „Halbtagsstelle“ übernimmt die Stadt.

Der Verwaltungsteil der Jugendpflege wird von einer Verwaltungsfachkraft der Stadt Gladenbach übernommen, deren Halbtagsstelle in eine Vollzeitstelle umgewandelt wurde. Der Magistrat habe sich die Sache nicht leicht gemacht, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) in seiner Stellungnahme.

Schäfer sei „Einzelkämpfer“ gewesen und er habe viel Verwaltungsarbeit erledigen müssen, die jetzt komplett die Stadtverwaltung übernehme. Knierim warb für den bsj als verlässlichen Vertragspartner, mit dem die Stadt schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht habe.

Melanie Krämer-Kowallik (CDU) befürwortete den Magistratsentwurf und hob die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem bsj hervor: Material-Bestand, permanente Mitarbeiterschulung. Der Vertrag läuft bis 2015, dann könne die Stadtverordnetenversammlung neu entscheiden, schloss sie ihre Stellungnahme.

Carmen Pflug beantragte für die SPD-Fraktion eine Änderung der Vorlage von bisher 21 vorgesehenen auf 30 Wochenstunden für den Jugendpfleger. Die SPD orientiere sich damit am tatsächlichen Bedarf und wolle für die Kinder der Stadt das Beste erreichen. Der Änderungsantrag der SPD wurde mit 16 Nein- bei 13 Ja-Stimmen abgelehnt. Die Magistratsvorlage wurde mit 16 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen angenommen.

Als weiteren Tagesordnungspunkt wurde das „Berichtswesen 2012“ diskutiert. Die erwarteten Einnahmeverbesserungen, insbesondere bei der Gewerbesteuer, veranlassten die Hauptverwaltung der Stadt zur Vorlage des „Berichtswesens 2012“. Der insgesamt veraltete Fuhrpark des städtischen Bauhofs soll zukünftig durch geleaste Neufahrzeuge nach und nach ersetzt werden, sodass weniger Kosten für anfallende Reparaturen entstehen. Im ersten Schritt sollen die drei vorhandenen „Multicars“ durch geleaste Ersatzfahrzeuge ausgetauscht werden.

Das Gremium befürwortete den Antrag bei einer Enthaltung einstimmig.

von Anita Ruprecht

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