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Mehr als 70 Berufe werden gezeigt

Berufsbildungsmesse Mehr als 70 Berufe werden gezeigt

Wie geht es weiter nach der Schule: Ausbildung, Studium oder doch vielleicht ein soziales Jahr? Antworten auf diese Fragen finden künftige Schulabgänger auch heute noch bei der Berufsbildungsmesse in Dautphetal.

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An mehr als 50 Ständen können sich Jugendliche in der Hinterlandhalle auch heute noch über ihre berufliche Zukunft informieren.

Quelle: Sascha Valentin

Friedensdorf. An mehr als 50 Ständen können sich die Besucher - Jugendliche wie auch Eltern - über knapp 70 Ausbildungsberufe in der Region informieren. Damit biete die Messe den Schülern nicht nur einen umfassenden Überblick über das facettenreiche Ausbildungsangebot, sondern gebe ihnen auch wichtige Orientierungspunkte für ihren weiteren Lebensweg, stellte der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill, Eberhard Flammer fest. Denn die Wahl einer Berufsausbildung wolle überlegt und vor allem planvoll getroffen werden.

„Allzu oft wird die Entscheidung leider zu lange hinausgezögert und erst noch eine weitere Schulform oder ein Schulabschluss vorgeschoben“, betonte Flammer. Diese Tendenz zu immer längeren Schulkarrieren führe aber in die falsche Richtung, warnte der IHK-Vize. Denn ein verspäteter Einstieg in die Berufspraxis gehe auf Kosten der Erfahrung. Flammer plädierte deswegen für einen möglichst frühen Einstieg in die Berufspraxis. Erst im Anschluss daran seien weitere Bildungsabschlüsse anzustreben. Die Bildungsmesse, die auch heute noch besucht werden kann, biete dazu einen sehr guten Überblick der Möglichkeiten.

Eine zufriedenstellende Bilanz zog dagegen Kreishandwerksmeister Karlheinz Koch. Bis Ende August hätten sich 118000 Jugendliche für eine berufliche Zukunft im Handwerk entschieden - rund 1700 mehr als im Vorjahr. Allerdings dürften diese Zahlen nicht über die in den nächsten Jahren erwartete Entwicklung hinwegtäuschen, mahnte er. Denn die Zahl der Schüler und mit ihnen die der Auszubildenden werde sinken, so Koch. Berechnungen zeigten, dass die Zahl der Haupt- und Realschulabgänger, die einen Großteil der Lehrlinge im Handwerk ausmachen, innerhalb der nächsten Jahre um mindestens 25 Prozent zurück gehe. Viele Betriebe reagierten schon jetzt darauf und bildeten ihren Nachwuchs sozusagen auf Vorrat aus, stimmte ihm Flammer zu. Zumindest zu diesem Zeitpunkt sei das sinnvoll, beschere es Deutschland doch eine der niedrigsten Quoten bei der Jugendarbeitslosigkeit weltweit.

Von dem Angebot der Berufsbildungsmesse profitieren dabei beide Seiten - die Schüler wie auch die Unternehmen. Die einen können sich umfassend informieren, um eine kluge, zukunftsweisende Entscheidung zu treffen, die anderen Werbung für sich machen und so frühzeitig neue Mitarbeiter an sich binden. Ergänzt wird das Berufsangebot bei der Messe etwa durch Stände von Krankenkassen, den beruflichen Schulen und dem Berufs-Speedcoaching von Juana Hoffmann.

Die Messe in der Hinterlandhalle hat heute noch von 9.30 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

von Sascha Valentin

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