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Hinterland Mehr Platz für DRK-Bildungszentrum
Landkreis Hinterland Mehr Platz für DRK-Bildungszentrum
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18:06 19.02.2013
Der symbolische Spatenstich (von links): Architekt Gerd Kaut, Gabriele Müller-Stutzen (Oberin der DRK-Schwesternschaft), Reiner Kegel (Aufsichtsratvorsitzender DRK Mittelhessen), Landrat Robert Fischbach, Markus Müller (Geschäftsführer DRK Rettungsdienst Quelle: Andreas Schmidt
Marburg

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Freitag der Baubeginn für die Erweiterung des DRK-Bildungszentrums eingeläutet. Im Spätsommer soll der Neubau fertig sein - sofern das Wetter den Bauherren keinen Strich durch die Rechnung macht.

Das Bildungszentrum soll künftig nicht nur Anbieter für notfallmedizinische Aus- und Fortbildungen sein, sondern auch zum Seminarzentrum für die DRK-Freiwilligendienste im Landkreis werden. So hat der DRK Rettungsdienst Mittelhessen jährlich rund 70 Freiwillige, die in Seminaren des Bildungszentrums fit gemacht werden. Ab dem Sommer will die DRK Schwesternschaft Marburg die Seminare für ihre rund 240 Freiwilligen ebenfalls ins Bildungszentrum verlegen.

Der Neubau, der an den Bestandsbau angegliedert wird, umfasst rund 477 Quadratmeter Grundfläche. Er wird künftig zwei Lehrsäle, Funktionsräume und Aufenthaltsräume beherbergen. Kernstück sind zwei Simulationsräume für die rettungsdienstliche Ausbildung. Dort soll die realitätsnahe Einsatzsituation simuliert werden. Möglich wird dies auch durch „interaktive Dummys“: Puppen, die über einen Puls verfügen, atmen - und die sich sogar erbrechen können.

Gesteuert werden die „Patienten“ aus einem Regieraum heraus mittels Computer, wie Fachbereichsleiter Stephan Grosch erklärt: „Sämtliche Vitalfunktionen werden dargestellt. Und anhand der Symptome, die ich vorgebe, müssen die Kursteilnehmer agieren.“ Also den Patienten behandeln.

„Aufgrund der Behandlung werden die Parameter am Computer entsprechend verändert - der Patient reagiert entsprechend.“ Die Simulation wird per Video dokumentiert, um die einzelnen Schritte detailliert besprechen zu können.

Kooperation mit Schwesternschaft

Außerdem können durch die Technik künftig komplette Einsatzsituationen bis hin zum Transport in die Klinik simuliert werden. Dies eröffne für das Bildungszentrum auch eine Erweiterung der Nutzergruppen und Angebote.

Der Neubau wird zudem dazu genutzt, das Bestandsgebäude mit dem Namen TLI (Technik - Logistik - Infrastruktur) zu modernisieren und zu renovieren. Parallel läuft bereits ein Ausbau der Logistik-Lagerflächen. „Die Abteilung ist derzeit nach Gisselberg in ein Gebäude der E.ON gezogen“, erläutert Pressesprecherin Susanne Papendorf. Innerhalb von drei Tagen sei der Umzug bewerkstelligt worden.

Geschäftsführer Markus Müller macht indes klar: „Mit diesem umfassenden Umbau- und Erweiterungsprojekt schaffen wir angemessene Bedingungen für die Infrastruktur des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen.“ Die Kooperation mit der Schwesternschaft bezeichnete Müller als „neu und durchaus richtungsweisend.“ Zudem ist er überzeugt, dass das Projekt auch für den Verband „eine große Wirkung“ habe.

„Die Möglichkeiten des Gebäudes als Ganzes haben viel mit der Verbandsentwicklung zu tun“, sagte Müller. Er sei froh, dass die drei Kreisverbände grünes Licht gegeben hätten und auch der Finanzierung zugestimmt hätten. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,7 Millionen Euro. Landrat Robert Fischbach führte aus, dass man den Rettungsdienst daran messe, wie schnell er vor Ort sei und wie er arbeite.

„Ein wichtiger Meilenstein für den Landkreis“

Dafür sei eine gute Ausbildung immanent wichtig. Er ist sich sicher, dass sich der Neubau als eine „weitere Perle in eine sehr positive Perlenkette in unserem Landkreis einfügt.“

Das Bildungszentrum passe ganz genau in die Philosophie des Landkreises und sei „ein wichtiger Meilenstein.“ Denn man sei nie an dem Punkt, die qualitativ bereits schon sehr hochwertige Versorgung nicht immer noch weiter verbessern zu können.von Andreas Schmidt

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