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Hinterland Mehr Betten für Biedenkopf-Besucher
Landkreis Hinterland Mehr Betten für Biedenkopf-Besucher
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15:20 05.06.2012
Bürgermeister Joachim Thiemig (links), Birgit Simmler und Wolfgang Müller freuen sich auf die anstehenden Städtebaumaßnahmen und den Beginn der Veranstaltungsreihe „Ab in die Mitte“, welche die Stadt Biedenkopf zum vierten Mal in Folge gewonnen hat. Quelle: Salomé Weber
Biedenkopf

„Wir können den aktuellen Bedarf an Gästezimmern, insbesondere bei großen Veranstaltungen wie dem bald anstehenden Grenzgang nicht abdecken“, sagte Wolfgang Müller, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Freizeit, Erholung und Kultur der Stadt Biedenkopf und Biedenkopfs Bürgermeister, Joachim Thiemig (SPD) ergänzte: „Da es in Biedenkopf in einem erheblichen Umfang leer stehende Räumlichkeiten gibt, möchten wir den Besitzern einen Anreiz bieten, um diese Leerstände wieder mit Leben zu füllen, indem sie als Gästezimmer genutzt werden.“ Ziel sei es, den Touristen verschiedene Kategorien an Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten.

Die Idee, leer stehende Räume als Übernachtungsmöglichkeit für Gäste herzurichten, ist nicht neu, sondern ein Teil des im Jahr 2009 beschlossenen Stadtumbauplans. Nun sollen bei der Stadtverordnetenversammlung am 28. Juni die endgültigen Richtlinien beschlossen und ein Förderantrag beim Land Hessen gestellt werden. „Wir rechnen mit einem Budget von knapp 60000 Euro, wenn die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Maßnahme umzusetzen und die Förderung von etwa 45000 Euro vom Land Hessen bewilligt wird.“ Die restlichen 15000 Euro stammen aus dem städtischen Haushalt (5000 Euro) und einem möglichen Zuschuss des „Zweckverbands interkommunale Zusammenarbeit Hinterland“ (10000 Euro), der sich unter anderem für den Ausbau und die Stärkung von Freizeit und Tourismus einsetzt.

Jedes Objekt soll mit maximal 5000 Euro bezuschusst werden, „so wollen wir verhindern, dass viel Geld in wenige Objekte investiert wird und sich die Besitzer ungerecht behandelt fühlen“, erklärte Thiemig und fügte hinzu: „Vielleicht finden sich bereits erste mutige Interessenten, die ihre leer stehenden Räume bis zum Grenzgang umbauen wollen - das wäre super!“

Der Einstieg in das Tourismus-Gewerbe lohne sich, betonte Müller, denn der Radweg an der Lahn gehöre zu den meistbefahrenen Wegen seiner Art in ganz Deutschland und locke somit viele Touristen an. Zudem gebe es immer wieder Anfragen bezüglich weiterer Übernachtungsmöglichkeiten neben den zwei bekannten Anbietern, dem „Park Hotel“ und der Jugendherberge, so der Betriebsleiter weiter. Ob es saisonale Schwankungen bei der Anzahl der Übernachtungsgäste in Biedenkopf gebe, könne man noch nicht beurteilen, sind sich der Bürgermeister und der Betriebsleiter einig, allerdings gehe man von einer ganzjährigen Nachfrage aus, die im Sommer ihren Höhepunkt erreicht, „denn wir wissen noch nicht, wie viele Besucher von anderen Regionen abgefangen werden“, stellte Müller fest.

Um die Städtebaumaßnahme der Stadt Biedenkopf zu bewerben steht der Wettbewerb „Ab in die Mitte“, den Biedenkopf in den vergangenen vier Jahren viermal hintereinander gewonnen hat unter dem Motto: „Schönheit kommt von innen“. „Wir möchten zeigen, dass nichts Neues entstehen muss, um die Schönheit und die Qualitäten von Biedenkopfs Innenstadt zu erkennen und zu würdigen. Diese müssen lediglich erkannt und hervorgehoben werden“, sagte Birgit Simmler. Weiter erklärte die Kulturreferentin: „Unser Ziel ist es, die politische Stadtentwicklung mit verschiedenen Aktionen zu unterstützen, indem wir zum Beispiel Kleinkunst-Ausstellungen in leer stehenden Räume veranstalten und so auf diese aufmerksam machen, ein Gewerbeverzeichnis erstellen, Theateraufführungen zeigen und einen Familientag veranstalten.“ Das genaue Programm wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Die Aktionswoche findet vom 17. September bis zum 23. September statt

Abschließend betonte Thiemig: „Wir müssen zwar den Beschluss der Stadtverordneten abwarten, um das Übernachtungsangebot in Biedenkopf zu erweitern, aber alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich bereits jetzt im Rathaus zu informieren.“ Thiemig versprach: „Die Beschränkung auf die Kernstadt Biedenkopf hat förderrechtliche Gründe. Um die anderen Stadtteile werden wir uns auch noch kümmern.“

von Salomé Weber

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