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Meeresfischer ermitteln ihre hessischen Meister

Meisterschaft Meeresfischer ermitteln ihre hessischen Meister

Einen Sonntag lang verwandelt sich das erdverwachsene Friedensdorf in einen Treffpunkt für Sport-Fischer.

Friedensdorf.

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Wolfgang Schachtner hält die Brandungsrute. Mit diesem Sportgerät war der Hinterländer im jahrt 2009 Landesverbandsmeister im Meeresfischen Weit- und Zielwerfen.Foto: Klaus Peter

Friedensdorf. Der Verband hessischer Fischer ermittelt an diesem Wochenende seine Meister im Turnierwurfsport auf dem Friedensdorfer Sportplatz. Ausrichter ist dort das „Meeresteam Dautphetal“.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 8 Uhr. Dann können die Sportler beim Warmmachen und Einwerfen beobachtete werden. Von 9 Uhr bis 12 Uhr werfen dann die Binnenfischer, von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr die Meeresfischer. Gegen 17 Uhr soll die Siegerehrung stattfinden.

Wenn die Angler im Turnierwurfsport ihre Angel auswerfen, dann nicht, weil sie auf einen großen Fang hoffen. Allein auf die Weite, die sie mit einem Gewicht an ihren Angelschnüren zurücklegen, oder auf die Treffsicherheit kommt es an.

So werden in der Disziplin „Turnierwurfsport“ der Meeresfischer zwei verschiedene Disziplinen miteinander kombiniert. Da gibt es zum einen den Weitwurf mit einer etwa 4,20 Meter langen Brandungsrute und Bleigewichten von 60 bis 200 Gramm.

Die zweite Disziplin ist der Zielwurf. Dabei gilt es, einen 7,50 Meter durchmessenden Kreis in 50 Metern Entfernung zu treffen. Die Rute ist dabei fast 2,70 Meter lang, und die Kunststoffgewichte bringen es auf 18 Gramm.

„Früher hörte man immer wieder, wie Angler sich mit ihren unheimlichen Weiten brüsten. Wie viel Wahres daran ist, war schwer nachzuvollziehen“, erklärt Volker Heinke. Mit dem Turnierwurfsport kann nun genau gemessen werden. Weiten bis zu 180 Metern sind nun realistisch, denn sie werden bei deutschen Meisterschaften erzielt.

Ein bisschen hänge der sportliche Erfolg dabei natürlich auch an der Rute, die bis zu 600 Euro kosten kann. Ein gut trainierte Sportler, bekommt aber auch mit Ruten für weniger Geld Weiten von knapp 180 Metern hin. Das ist das Niveau, auf dem bei deutschen Meisterschaften die Rute ausgeworfen wird.

Viele „Laien“ seien immer wieder überrascht, wie weit sich so eine Angel auswerfen lässt, berichtet Heinke weiter. So schaffe es ein geübter Sportler wie Wolfgang Schachtner aus Biedenkopf zum Beispiel, den Perf-stausee mit einem Versuch komplett zu „überwerfen“.

Der Verband hessischer Fischer entstand im Jahr 2007 aus den beiden Verbänden hessischer Sportfischer und dem Fischereiverband Kurhessen. Dadurch erhöht sich auch die Teilnehmerzahl bei den Wettbewerben auf etwa 50.

Die Besten der Disziplinen nehmen im nächsten Jahr an der deutschen Meisterschaft in Kassel teil.

Wer Mitglied im Verband hessischer Fischer ist, kann am Sonntag auch noch kurzfristig teilnehmen, da es keine Qualifikation gibt. Handelsübliches Gerät ist allerdings mitzubringen.

nWeitere Informationen über die Sportart gibt der Biedenkopfer Volker Heinke unter der Telefonnummer 06461/5403 oder 01635604068.

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