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Markus Plitt trägt den Traditions-Säbel

Grenzgang Markus Plitt trägt den Traditions-Säbel

Der 1. Führer des Grenzganges 2005, Jörg Mauer, eröffnete die erste Versammlung der Männergesellschaft Hainstraße. Das war der Startschuss für den offiziellen Teil des Grenzganges 2012.

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Ein Blick in den „Sarg“: Neben der altehrwürdigen Fahne wurden vom Bürger Stefan Weiß (vorn) und 1. Führer Markus Plitt zwei Flaschen mit Schnaps in der Truhe gefunden, die an den ältesten und den jüngsten Bürger überreicht wurden. Albert Genrich (kleines

Biedenkopf. Von nun an werden Bürger und Burschen ihre Männergesellschaften und Burschenschaften neu gründen. Ein alter Spruch fasst dies so zusammen: „Das Fest beginnt im Mai und Martini ist‘s vorbei“. Aufgrund der eigenen Geschichte - bei der Hainstraße datiert diese zurück bis ins Jahr 1864 - gibt es geringe Unterschiede im Ablauf. Jörg Mauer freute sich, dass viele Bürger ihr Versprechen einlösten, sich beim Fest der Hainstraße zu engagieren.

Insgesamt 88 Bürger fanden den Weg in die „Neue Krone“. Nach Berichten und Formalia leitete der „Bürger“ Jörg Mauer zur Wahl eines Wahlleiters über.

Den Humor und den nötigen Sachverstand sowie das nötige geschichtliche Wissen um den Grenzgang vereinte der berufene Wahlleiter, Dieter Benzin, bestens. Mit seiner Art, wie er mit den Vorschlägen für Anwärter auf den Posten des 1. Führers umging, sorgte Benzin für viel Spaß, und bei Ablehnungen auch für manchen Euro in der Straf-Kasse. Nach zögerlichem Beginn waren es schließlich 27 Bürger, die man für würdig hielt, das wohl wichtigste Amt in der Männergesellschaft zu bekleiden.

Der Bürger Markus Plitt blieb als Kandidat übrig. Mit einer großen Mehrheit und unter Beifall wurde er gewählt. Mauer überreichte dem neuen 1. Führer den Traditions-Säbel der Gesellschaft. Eberhard Ritter hatte diesen Säbel, der aus einem englischen Regiment stammt, der Gesellschaft bei einem früheren Grenzgang geschenkt.

Plitt brachte seiner Freude über die Ehre, die ihm zuteil geworden sei, mit der Bewilligung einer Literspende zum Ausdruck. Als seine erste und wichtigste Aufgabe bezeichnete er die „Befreiung der ,alten Dame‘ der Hainstraße“, der Fahne. Unterstützt von Stefan Weiß wurde die Fahne aus dem Jahr 1872 aus dem „Sarg“ - einer Truhe - der Gesellschaft geholt und unter großem Beifall gehisst.

Neben der „alten Dame“ wurden zwei Flaschen mit Schnaps in der Truhe gefunden, die an den ältesten und den jüngsten Bürger Wolfgang Franke und Alexander Acker überreicht wurden. Zur Wahl des 1. Schriftführers stellte sich Swen Genz dem Votum der Gesellschaft - und wurde auch gewählt. Die obligatorische Literspende kam der Kasse und damit der Finanzierung des Grenzgangsfestes bei der Männergesellschaft Hainstraße zugute. Zwischendurch sorgten heitere Anekdoten und Lieder für Kurzweil.

Die Auflassung von 50 Liter Freibier förderte zusätzlich die Vorschlagslust der Bürger, und so stellte sich nach vielen Vorschlägen und den entsprechenden Ablehnungen der Bürger Albert Genrich als 1. Rechner zur Wahl und wurde gewählt.

Da das Komitee wegen feststehender Termine bei den Firmen für die Grenzgangsbekleidung auf die frühzeitige Wahl der Führer gedrängt hatte, schritt man zum Abschluss der Versammlung noch zur Wahl des 2. Führers. Dazu wurde Jens Gemmecke unter tosendem Beifall gewählt.

von Erich Frankenberg

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