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Marburger werden zu Brillen-Models

Werbefotos Marburger werden zu Brillen-Models

Wer dieser Tage in der Bahnhofstraße 13 in das Schaufenster bei Siebert Augenoptik oder dessen aktuelle Werbebroschüre blickt, entdeckt dort Gesichter, die Brillen und Sonnenbrillen großer Marken wie Joop, Ray Ban oder Bogner präsentieren. Allerdings gehören diese Gesichter nicht internationalen Top-Models, sondern ganz normalen Marburgern, vom elfjährigen Schüler bis zum Gastronom.

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Die Models Mascha Großmann (von links), Udo Semler, Jonas Ochs Wolf und Marianne Rein sowie Geschäftsführer und Hörgeräteakustikermeister Christian Großmann, Katharina Henkenius und Augenoptikermeister Christoph Rösser.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Augenoptikermeister Christoph Rösser meinte, es müssten ja nicht immer bekannte Models sein, die Werbung machen: „Wir kennen so viele Leute, die mit Brille einfach klasse aussehen. Mit dieser Aktion zeigen wir den Marburgern, wie wohl man sich mit Brille fühlen kann.“

Geschäftsführer Christian Großmann sagte: „Wir wollen damit auch die Gesichter unserer Kunden zeigen, denn diese sind es, die unserem 126-jährigen Unternehmen die Zukunft geben.“ Die Augenoptiker fragten Kunden, Bekannte und Verwandte, wer Lust habe, einmal Brillen- und Sonnenbrillenmodel zu sein.

Mitte Juni wurden drei weibliche und drei männliche Modelle ins Hotel Marburger Hof eingeladen, wo der Lüneburger Werbefotograf Jens Rufenach ein Fotostudio eingerichtet hatte. Der Gastronom Horst Becker, die Gymnasiastin Mascha Großmann, die Pharmazie-Studentin Katharina Henkenius, die Schulsekretärin Marianne Rein, der Uhrmachermeister Udo Semler und der Schüler Jonas Ochs Wolf wurden professionell geschminkt, frisiert und abgelichtet – 500 Fotos entstanden in zwei Tagen.

Jonas hatte vergangenen Donnerstag, als die vor allem von den Fotomodels mit Spannung erwarteten Plakate bei Siebert Augenoptik präsentiert wurden, offensichtlich mehr Lampenfieber als beim Fotoshooting. Während Geschäftsführer Großmann die 30 Gäste mit einer Ansprache begrüßte, blieb der Schüler draußen auf der Straße. Erst später kam er herein, strahlte dann aber und erinnerte sich: „Die Mundwinkel haben mir weh getan, weil ich so lange grinsen musste“, berichtete er und blickte auf sein „cooles“ Foto mit Sonnenbrille.

von Manfred Schubert

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