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Lohras Parlament sucht Nachfolger für Gerhardt

Gemeindevertretung Lohras Parlament sucht Nachfolger für Gerhardt

Die Diskussionen in den Fraktionen der Gemeindevertretung laufen im Hintergrund, Namen für eine Nachfolge von Manfred Gerhardt werden aber noch nicht genannt.

Lohra . Mit einem politischen Knall endete die Gemeindevertretersitzung am 23. August und die Versammlung war führungslos, hatte doch Manfred Gerhardt im Zuge der Diskussion um den Trägervertrag mit der evangelischen Kirche für die Kindertagesstätte in Lohra seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden angekündigt.

Nicht nur das hielt Gerhardt ein, Gemeindewahlleiter Dieter Weimar liegt ein Schreiben des Sozialdemokraten vor, mit dem dieser zum 28. August auch sein Mandat als Gemeindevertreter zurückgab. Während die Frage des Nachrückers für die SPD-Fraktion leicht zu klären war, es ist Armin Habermann aus Altenvers, gestaltet sich die Suche nach einem neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung schwierig.

Allein die Frage, wer das Vorschlagsrecht hat, könnte zum Problem werden. Ein Problem, das die Lohraer Parlamentarier aber alleine lösen müssen, da die von ihnen in letzter Zeit oftmals bemühte Kommunalaufsicht trotz dieses doch recht seltenen Falls auf die Hessische Gemeindeordnung verweist. Die Gemeindevertretung wählt einen Vorsitzenden, stellt denn auch Landrat Robert Fischbach als Leiter der Kommunalaufsicht klar.

Doch wer schlägt wen vor? Es ist parlamentarischer Brauch, dass die größte Fraktion, in Lohra ist das die SPD, das Vorschlagsrecht ausübt. „Das ist die übliche Sichtweise nach Neuwahlen“, sagt auch Harald Rink. „Bei einem Rücktritt kann man anderer Meinung sein“, fügt der BfB-Mandatsträger an. Er sei unsicher, wie man verfahren solle, was auch in der Fraktion noch nicht besprochen worden sei. Rink sieht noch weitere Probleme, denn es müsse ein Kandidat sein, der „fähig, mehrheitsfähig und willens ist“.

Es kommt darauf an, wer vorgeschlagen wird“, sagt dazu Werner Waßmuth, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Bisher habe sich noch nichts getan, er nehme aber an, dass ein Vorschlag kommen wird. Noch kein Meinungsbild gebe es bei den Grünen, sagt Inge Weckend-Schorge, die aber davon ausgeht, dass „die SPD jemanden vorschlägt“.

Und die SPD? „Es gibt ein eindeutiges Votum der Fraktion“, erklärt deren Vorsitzender Kurt Schwald. Bevor er jedoch öffentlich Namen nennt, will er erst mit den anderen Fraktionen klären, ob wie nach der Kommunalwahl verfahren werden kann.

Fest steht also nur, dass ein Vertreter, vermutlich Christine Meister (CDU), die Sitzung am 11. Oktober in Reimershausen eröffnen wird.

von Gianfranco Fain

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