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Lohra-Modell bringt Kreis in Bewegung

Modellprojekt Lohra-Modell bringt Kreis in Bewegung

Zur ersten Informationsveranstaltung "Gesund altern in Lohra" kamen rund 50 Lohraer in das Bürgerhaus.

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In den Pausen der Veranstaltung animierten zwei Übungsleiterinnen des Turnvereins die Gäste zu gymnastische Bewegungen. Während der Vorträge brachten Gäste ihre Ideen und Vorschläge für neue Aktivitäten an Tafeln an.Foto: Anita Ruprecht

Lohra . Bei der Bürgerinformationsveranstaltung „ Gesund altern in Lohra“ handelte es sich um eine Initiative der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf mit Unterstützung von „Hessen in Form“. Ziel der Initiative sei es, alternde Menschen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich gesund, aktiv und selbstständig zu leben, so Landrat Robert Fischbach.

Lohra wurde sehr zur Freude von Bürgermeister Georg Gaul als Modellgemeinde für das Projekt ausgewählt. Mit dem fast 500 Mitglieder zählenden und sehr aktiven Familien- und Seniorenrat sowie dem Turnverein biete Lohra ideale Voraussetzungen für die Initiative, erklärte Gaul.

Präventions-Bewegungsangebote und soziale Kontakte für alte Menschen sollen in Lohra erarbeitet und so miteinander vernetzt werden, dass sie Modellcharakter für den gesamten Landkreis bekommen und kreisweit angeboten werden können, erklärte Ruth Glörfeld von der Kreisverwaltung.

Jochen Gehrke, Internist, Kardiologe und Geriater ist der Schwerpunktleiter Alterstraumatologie im Universitätsklinikum Gießen-Marburg und hielt ein Referat über die Wichtigkeit von Bewegung im Alter. Die Deutschen werden immer älter, dies habe auch die Politik erkannt, sagte der Arzt. Er erklärte den altersabhängigen Verlust von Muskelmasse und den daraus resultierenden Verlust von Mobilität. Die Erhaltung der Beweglichkeit schütze vor Stürzen und den mit den Heilungsprozessen verbundenen Komplikationen. Bewegung erhöhe die Gehirntätigkeit, verringere das Risiko einer Demenzerkrankung, wirke Depressionen entgegen und schütze vor altersbedingten Zivilisationserkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck.

Getreu diesen Erkenntnissen nutzten die Übungsleiterinnen Ingrid Kirch und Renate Wick vom Turnverein Lohra zwei Pausen während der Veranstaltung, um die Gäste mit gymnastischen Übungen in Bewegung zu halten.

Dr. Sabine Hofmann, Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin moderierte die Veranstaltung. In nächster Zeit sollen Teams zu Schwerpunkten gebildet werden. Sie lud alle Gäste ein, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen.

Am 3. Dezember soll die nächste Informationsveranstaltung um 16.30 Uhr im Bürgerhaus erfolgen. Dann werden die Ideen und Anregungen vom vergangenen Montag gesichtet und ausgewertet. Außerdem sollen die schon bestehenden Angebote vernetzt werden, damit sie besser zu nutzten sind.

Weitere Veranstaltungen zur Ausarbeitung des Themas sollen am 14. Januar und am 18. Februar folgen. Zudem werden Schautafeln von der hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung als Anregung und Impulsgeber in den nächsten Wochen im Foyer des Rathauses aufgestellt. Sie können während der Öffnungszeiten angeschaut werden.

von Anita Ruprecht

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