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Lohnverzicht soll das Überleben sichern

HGC-Kliniken Lohnverzicht soll das Überleben sichern

Die Geschäftsleitung der HGC-Kliniken in Bad Laasphe will mit einem Gesamtkonzept das Überleben der Krankenhäuser „Emmaburg“ und „Schloßberg-Klinik“ sichern.

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Geschäftsführer Dr. Dietmar Herberhold und Handlungsbevollmächtigter Dr. Holger Thiemann informierten über Sanierungsschritte und aktuelle Veränderungen in den HGC-Kliniken in Bad Laasphe.

Quelle: Klaus Peter

Bad Laasphe. Missmanagement und Verschwendung hat die HGC-Kliniken in Schieflage gebracht. Der finanzielle Engpass trifft die 350 Mitarbeiter besonders hart. Die Septemberlöhne wurden nur zum Teil gezahlt, Oktoberlöhne stehen auch noch aus. Mancher Mitarbeiter müsse sich Geld leihen, um seine Verbindlichkeiten zahlen und um zur Arbeit fahren zu können, erklärte ein Beschäftigter gegenüber der OP.

Geschäftsführer Dr. Dietmar Herberhold und Handlungsbevollmächtigter Dr. Holger Thiemann bestätigte Unregelmäßigkeiten bei der Lohnzahlung. Nach ihren Angaben haben aber 80 Prozent der HGC-Beschäftigten das Septembergehalt erhalten. Ein Finanzierungskonzept soll die Liquidität des Unternehmens wiederherstellen. Ein Finanzausschuss aus zehn Mitarbeitern soll in der nächsten Woche eingerichtet und von der Geschäftsleitung über die aktuelle Finanzlage informiert werden. Eine tragende Säule des Sanierungskonzepts sieht vor, dass die 200 fest angestellten Mitarbeiter ein Jahr lang auf acht Prozent ihres Lohns verzichten. Zwischen 2012 und 2013 soll die Lohnminderung zurückgezahlt werden – sofern keine Liquiditätsprobleme vorliegen.

Mittels einer Zusatzvereinbarung sollen die Mitarbeiter dem Lohnverzicht zustimmen. Nach Informationen der OP beläuft sich der Lohnverzicht auf bis zu 100 Euro monatlich. In Arbeitnehmerkreisen wurde davon gesprochen, dass den Angestellten die Pistole auf die Brust gesetzt worden sei, damit sie die Zusatzvereinbarung unterschreiben. Etwa 75 Prozent der Festangestellten hätten bereits ihr Einverständnis erteilt, berichtete Dr. Dietmar Herberhold. Sollten Mitarbeiter ihre Unterschrift verweigern, soll die Forderung der Geschäftsleitung über eine Änderungskündigung arbeitsrechtlich durchgesetzt werden. Auch schließt das Unternehmen laut Thiemann betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

von Klaus Peter und Silke Pfeifer-Sternke

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