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Hinterland Löber: Bürgern keinen Stempel aufdrücken
Landkreis Hinterland Löber: Bürgern keinen Stempel aufdrücken
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21:27 22.05.2017
Angelika Löber sagt, die SPD habe sich von den Sorgen der Bürger entfernt. Quelle: Thorsten Richter
Friedensdorf

Die Sozialdemokraten träfen­ die Grundstimmung der ­Bevölkerung nicht mehr, sagte ­Alfred Hausburg. Sie seien zu weit von den Problemen entfernt, die die Leute auf der Straße umtrieben. Deswegen sänken die Umfragewerte für die Sozialdemokraten.

Dem stimmte SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Löber zu. In vielen Gesprächen bekomme sie mit, dass sich die SPD von den Sorgen der Bürger entfernt. Es müsste ein deutlicherer Aufschrei von der Parteibasis kommen, sagte Löber. Allerdings sehe sie auch darin ein Problem.

Sobald die Menschen Gefühle oder Emotionen äußerten, die sie bewegten, bekämen sie direkt einen Stempel aufgedrückt. Je nachdem, was man äußere, sei man direkt links oder rechts, so die Landtagsabgeordnete. Deswegen entschieden sich viele Bürger einfach zu schweigen, was für eine Demokratie aber denkbar ungünstig sei.

Wahlen

 Vorsitzender: Jürgen Dannenhaus, Stellvertreter: Silvia Demper, Günter Grebe und Klaus Strüber. Kassierer: Gerhard Schmidt und Marc Einloft. Geschäftsführer: Monika Heuser-Fischbach und Friedhelm Hartmann. Beisitzer: Lothar Becker, Jörg Saffrich und Christiane Schneider.

Auch Ortsverbands-Vorsitzender Jürgen Dannenhaus fand klare Worte. Die SPD habe­ viel zu oft die Angewohnheit, sich und ihre Leistungen selbst schlecht zu reden, beziehungsweise in der Öffentlichkeit nicht richtig kund zu tun. Er forderte deswegen, dass die Mitglieder auf Ortsvereinsebene die Themen aufgreifen müssten, die die Bürger interessieren, um so zu zeigen, dass es jemanden gibt, der sich ihrer Probleme annimmt.

Da sei die SPD Dautphetal­ durchaus am Ball, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marc Einloft. Ärztemangel, Feuerwehren und Kindergärten seien nur einige der Themen, die die Fraktion aktuell besetze, betonte er. Dabei lobte Klaus Strüber vor allem die bisherigen Leistungen zur Bekämpfung des Ärztemangels in der Gemeinde.

Eigentlich hätten die Dautphetaler Sozialdemokraten vorgehabt, eine eigene Werbe-aktion zu starten, um Ärzte aufs Land zu bringen, sagte er. Dies hätten nun aber die Ärzte selbst übernommen, lobte er sich und ergänzte, dass die SPD dazu einen Antrag in die Gemeindevertretung und den Kreistag einbringen solle, in der sie sich dafür ausspricht, diese Arbeit zu unterstützen.

von Sascha Valentin