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Leidenschaftlich spielen und anfeuern

Grenzgang 2012 Leidenschaftlich spielen und anfeuern

Ein Biedenkopfer Grenzgangsjahr ohne Fußball-Turnier? Seit 1970 ist das nicht mehr vorstellbar. Der Tradition folgend kämpften am Sonntag sieben Mannschaften um den Wanderpokal.

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Die Biedenkopfer Grenzgang Chearleaders 2012

Biedenkopf. Das traditionelle Fußballturnier der Biedenkopfer Burschen startete zwar um 10 Uhr beim Anpfiff im Regen, aber weder Feldspieler, noch Zuschauer haben während der Regenphase den Spaß am Spiel verloren. „Es ist herrliches Fritz-Walter-Wetter“, kommentierte Burschenoberst Detlef Stein.Fritz-Walter-Wetter bedeutet Fußballspielen bei Regen. Das zog Walter vor. Er hatte sich im Zweiten Weltkrieg mit Malaria angesteckt und es fiel ihm schwer, bei Hitze zu spielen. Außerdem spielte er bei schwerem, nassem Boden seine Technik aus. Das versuchten auch die Mannschaften, die um den Sieg spielten. Elf gegen elf Spieler standen sich auf dem Fußballfeld des Franz-Josef-Müller-Stadions in der Aue gegenüber.

Ein Biedenkopfer Grenzgangsjahr ohne Fußball-Turnier? Seit 1970 ist das nicht mehr vorstellbar. Der Tradition folgend kämpften am Sonntag sieben Mannschaften um den Wanderpokal.

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„Das Fußball-Turnier kann genauso wenig ausfallen, wie der Grenzgang“, erklärte Stein. „Die Spieler sind auch - als es geschüttet hat - auf dem Spielfeld motiviert gewesen. Man hat gemerkt, sie wollen den Pokal holen“, ergänzte Stein.

Gegen Mittag lichtete sich das Wolkenfeld, und die Rufe der Schlachtenbummler wurden noch lauter. Angefeuert wurden die Burschen von den Mädchenschaften. Sie hatten Plakate gemalt. Die Balbach-Mädchen hatten gedichtet: „Ein schwarzer Wal holt den Pokal“. Die Billerbächer Mädchen konterten mit „Billerbächer Burschen schießt uns die Tore“. Mit ihren Gesängen auf der Bühne und am Spielfeldrand legten die Mädchenschaften die Latte für die Burschen hoch. Denn, sie müssen die Mädchenschaften ihrerseits beim Fußball-Turnier am Sonntag, 29. Juli, ab 11 Uhr im Franz-Josef-Müller-Stadion nach Leibeskräften unterstützten. Die Mädchen treten aber nur mit sieben Feldspielerinnen auf einem verkleinerten Spielfeld gegeneinander an. Aber auch diese Veranstaltung hat mittlerweile Tradition. Seit 1991 spielen die Mädchenschaften für einen guten Zweck.

Mit dem Erlös der Burschenschaften werden die Uniformen der Wettläufer finanziert - auch das hat Tradition. Die Veranstaltung sei nicht der Höhepunkt im Grenzgangsjahr, aber herausragend, erklärte Stein, der zusammen mit Florian Peuckert, Burschenhauptmann, die Turnierleitung inne hatte.

Weil das Turnier einen hohen Stellenwert hat, sorgte Stein auch dafür, dass es 2012 einen neuen Wanderpokal gab, für das Turnier der Mädchenschaften ebenfalls.

Von den acht Burschenschaften bildeten sich 7 Mannschaften. Zwei Burschenschaften hatten eine Spielgemeinschaft gegründet und so gab es vier Mannschaften in der Gruppe A und drei Mannschaften in der Gruppe B. Zuerst wurde das Halbfinale ausgespielt und gegen 18.30 Uhr stand das Finale an - „wenn alles im Zeitplan bleibt“, sagte Stein.

Im Spiel geht es nicht nur um den Sieg, sondern vor allem auch um Fairness. „Wir wollen nicht, dass sich die Spieler verletzen und nicht mehr am Grenzgang teilnehmen können“, sagt Stein. Ganz auszuschließen waren Verletzungen allerdings nicht. Ein Spieler hatte sich gegen Mittag an der Schulter verletzt und Turnierleiter Stein war als Ersthelfer gefragt.

In der Mittagspause wurden dann die Spielpaarungen des Mädchenturniers ausgelost.

von Silke Pfeifer-Sternke

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