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Lehrerin klagt gegen „Kettenbefristung“

Klage für Festanstellung Lehrerin klagt gegen „Kettenbefristung“

Sicherheit – das ist alles, was sich eine 54-jährige Lehrerin wünscht. Knapp 20 befristete Arbeitsverträge hat sie bisher unterschrieben – jetzt klagt sie vor dem Amtsgericht auf Festanstellung.

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Fast 20 Arbeitsverträge, alle befristet, hat eine 54-jährige Lehrerin schon unterschrieben. Sie hofft durch ihre Klage vor dem Arbeitsgericht auf Festanstellung.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Einstellung, Entlassung, Einstellung, Entlassung. Gegen diesen Vertragsmarathon klagte gestern Morgen eine Haupt- und Realschullehrerin vor dem Marburger Arbeitsgericht. Die Klägerin ist Lehrerin für die Fächer Kunst und Germanistik und arbeitet seit November 2006 für das Schulamt Marburg-Biedenkopf.

Seither bekam sie lediglich verschiedene befristete Verträge mit unterschiedlicher Stundenzahl angeboten. Seit mehreren Jahren arbeitet sie stets für die Astrid-Lindgren-Schule in Stadtallendorf, eine Ganztags- und Förderschule für geistig behinderte junge Menschen.
Warten auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

Immer zu Beginn der unterrichtsfreien Tage im Sommer sei sie entlassen und nach den Sommerferien wieder eingestellt worden, so der Vorwurf, den die Klägerin gegen das Land Hessen erhebt. Da sie seit mehreren Jahren für das Schulamt Marburg-Biedenkopf tätig sei, bestehe scheinbar ein Dauerbedarf, so ihr Anwalt.

Der Direktor des Arbeitsgerichts, Hans Gottlob Rühle, erklärte, dass sich die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts geändert habe und Kettenbefristungen im Lehrerberuf künftig öfter zugelassen werden könnte, als dies früher der Fall gewesen sei. Momentan, so Rühle, werde ein ähnlicher Fall in einem Grundsatzurteil vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verhandelt.

von Felix Schneider

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