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Lebenshilfe richtet in Gladenbachs Zentrum 30 Arbeitsplätze ein

Neue Arbeitsplätze Lebenshilfe richtet in Gladenbachs Zentrum 30 Arbeitsplätze ein

In der Marktstraße 18 in Gladenbach sollen 30 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Behinderung entstehen.

Gladenbach. Das Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf hat bereits vor zwei Jahren die Entscheidung getroffen, in Gladenbach an einem zentralen Ort Arbeitsplätze einzurichten für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderung kaum Chancen haben.

Erst seit Kurzem liegt die Baugenehmigung vor, um das Fachwerkhaus in der Marktstraße 18 umzubauen. Auch musste erst der Kostenträger, der Landeswohlfahrtsverband, das Vorhaben begutachten. Wie Wolfgang Zöller, Vorstandsprecher des Lebenshilfewerks Marburg-Biedenkopf berichtet, wurde auch geprüft, ob der Standort sowie das Umfeld für das Projekt angemessen ist.

Nachdem die Zusage vorliegt, steht dem Vorhaben, in Gladenbach eine Zweigwerkstatt – ähnlich der in der Frauenbergstraße in Marburg – zu errichten, nichts mehr im Weg.

In der Marktstraße 18 sollen eine Wäscherei, ein Naturkostladen, eine Kreativ- und eine Montagewerkstatt untergebracht sein. Zöller hofft, dass mit dem Umbau noch Endes des Jahres begonnen werden kann. Er räumt aber ein, dass es eventuell zu Verzögerungen kommen kann, da die Baufirmen offenbar ziemlich ausgebucht seien. Er ist aber zuversichtlich, dass Ende des Jahres die Zweigwerkstatt ihren Betrieb in Gladenbach aufnehmen kann.

Den Standort in der Innenstadt hält er für ideal. „Er ist mitten im Leben. Die Beschäftigten sind damit ein Teil des Wirtschaftsleben“, sagt er und verweist darauf, dass das Lebenshilfewerk mit ihren Werkstätten einen Integrationsauftrag hat.

Es wird versucht, die Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Das klappt nicht bei jedem, aber doch so häufig, dass das Konzept des Lebenshilfewerkes für sich selbst spricht.

Die Arbeitsplätze in der Wäscherei oder dem Naturkostladen, die in Gladenbach entstehen, schaffen für die Behinderten im Arbeitsumfeld des Lebenshilfewerkes eine „gewisse Normalisierung“.

von Silke Pfeifer-Sternke

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