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Lebende Weinranken faszinieren Gäste

"Sommer in der Stadt" Lebende Weinranken faszinieren Gäste

„Wenig sommerlich, dafür aber mit einigen faszinierenden Programmpunkten ist am Sonntag der „Sommer in der Stadt“ in Biedenkopf zu Ende gegangen.

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Eine lebende Weinranke verteilte Trauben an die Kinder.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. Vor allem zwei dicke, glänzende Silberwürmer und eine menschliche Riesenweinranke sorgten beim Familientag auf dem Marktplatz für Aufsehen.

„Was ist denn das?“, hakte ein kleiner Junge nach, der zwischen den Beinen seines hinter ihm knienden Vaters hockte und ungläubig die beiden tanzen Röhren bestaunte, die vor ihm hin und her schaukelten, zappelten und sogar hinter den anderen Kindern herkrochen. Die Antwort des Papas, das seien Würmer, machte den Kleinen allerdings stutzig. Sowas hatte er noch nicht gesehen. Und damit war er nicht alleine.

Auch die anderen Gäste, von denen die Veranstaltung ruhig einige hundert hätte mehr vertragen können, ohne überlaufen gewesen zu sein, wunderten sich über den ebenso befremdlich, wie faszinierend wirkenden Tanz der „Silberwürmer“.

Freilich war es keine neue Lebensform, die dort auf dem Marktplatz ihr Stelldichein gab, sondern zwei Künstler des englischen Welttheaters „Bedlam Oz“, die vollkommen in ihren Röhren verschwanden und so den Eindruck erweckten, als seien diese lebendig.

Dagegen wirkte der Straßenkünstler, der auf Stelzen staksend und in rotes Weinlaub gehüllt selbst die Hüpfburg überragte, schon beinahe normal. Trotzdem scharten sich die Kinder auch um ihn, um sich von der wandelnden Weinranke eine Traube abzuholen. Nicht minder faszinierte die Besucher auch das Bild einer Gruppe Pandabären, das der Künstler Nikolaj Arndt auf die Straße vor der Bushaltestelle gezaubert hatte. Aus dem richtigen Blickwinkel und durch eine Linse betrachtet wirkten die Tiere dreidimensional, die man mit ein wenig Fantasie sogar füttern und dieses Erlebnis dann auf einem Foto verewigen konnte.

Darüber hinaus warteten überall verteilt auf dem Marktplatz auch Spielmöglichkeiten darauf, von den Kindern in Beschlag genommen zu werden. Darunter war zum Beispiel eine lange Wasserrinne, die in einen Sandkasten mündete für die Kleinsten oder zwei Fitnessgeräte, auf denen sogar Sportmuffel ihre Muckis trainieren konnten.

Während die Kinder die Spielangebote nutzten, konnten die Erwachsenen bei einem Kaffee und süßen Waffeln entspannen und dabei den Klängen des „Swing Sound Orchestras“ aus Darmstadt lauschen. Dessen Musiker hatten es indes nicht leicht, Stimmung zu verbreiten, spielten sie doch vor weitgehend leeren Bänken.

von Sascha Valentin

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