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Langholz macht Auto zu „Kleinholz“

Lohraer Feuerwehren Langholz macht Auto zu „Kleinholz“

Feuerwehrleute unter Stress: Kaum war eine Übung erfolgreich bewältigt, wurden Lohras ehrenamtliche Retter zu einem „Autounfall“ gerufen.

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Mitglieder der Lohraer Feuerwehren benutzen eine Rettungsschere, um einen eingeklemmten Fahrer aus dem Wrack eines Kleinwagens zu befreien.

Quelle: Ingrid Lang

Rollshausen. Gleich zwei Übungen, die kurz hintereinander folgten, erlebten die Gäste der Bratpartie der Freiwilligen Feuerwehr Rollshausen am Sonntag. Bei der ersten Übung wurde ein Brand in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb angenommen. Vermisst wurde ein Mitarbeiter der Firma, der sich noch in den Produktionsräumen befand.

Ein Angriffstrupp rückte in die große Halle der Firma vor, wo der Brand wütete und sich starker Rauch ausbreitete. Bei dem Versuch, den Mitarbeiter der Firma, den Julian Hardt darstellte, zu retten, wurde einer der Feuerwehrmänner verletzt, sodass weitere Retter in die Halle mussten, um den Feuerwehrmann zu bergen. Beide wurden verletzt gerettet.

An der Übung waren die Feuerwehren aus Rollshausen, Seelbach, Rodenhausen, Altenvers, Weipoltshausen, Reimershausen sowie die Wehren aus Kirchvers und Lohra beteiligt. Schnell zur Stelle war bei der Alarmübung auch die Feuerwehr aus Seelbach, die mit einem Traktor anrückte. Die Feuerwehrleute mussten bei der Übung das Wasser aus der nahe gelegenen Zisterne die etwa 100 Kubikmeter fasst, entnehmen, da zur Zeit am Hochbehälter gearbeitet wird, berichtete Gemeindebrandinspektor Markus Wissmann. Während der Übung wurde der Verkehr von Feuerwehrmännern umgeleitet, da ein Teil der Hauptstraße in Höhe der Firma Nickel gesperrt war.

Nach einer kurzen Pause fand eine weitere Übung an der Schutzhütte statt. Dort wurde ein spektakulärer Unfall eines Autofahrers dargestellt. Ein Langholztransporter war in einer Kurve umgekippt und verlor dabei seine Ladung, wobei sich ein Holzstamm durch den Kleinwagen bohrte.

Die Mitglieder der Wehren aus Lohra und Kirchvers mussten zuerst das Auto, das zu kippen drohte und in dem der schwer verletzte Fahrer eingeklemmt war, stabilisieren. Dann wurde das Langholz Stück für Stück abgesägt, nachdem der Stamm zuvor am Auto mit Seilen gesichert worden war, um ein Abrutschen zu vermeiden. Mit der Rettungsschere und dem Spreizer wurden dann nacheinander die Beifahrertüre sowie das Dach abgetrennt. Zum Schluss kam noch die Rettungshydraulik zum Einsatz, um den Rahmen des Fiat auseinanderzudrücken und den Fahrer, dessen Beine zwischen Baumstamm und Lenkrad eingeklemmt waren, zu befreien.

Insgesamt 48 Feuerwehrleute nahmen an den Übungen teil, die Wehrführer Michael Findt ausgearbeitet hatte. Da Findt bei einem Lehrgang war, übernahm der stellvertretende Wehrführer Jonas Schäfer die Leitung der Übungen. Schäfer sowie Wissmann waren mit beiden Übungen zufrieden und wurden ebenso wie die Aktiven mit Beifall von den vielen Zuschauern belohnt.

von Ingrid Lang

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