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Hinterland Landrat sieht Lohra trotz Krise gut aufgestellt
Landkreis Hinterland Landrat sieht Lohra trotz Krise gut aufgestellt
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19:57 21.09.2009
Hans-Georg Hof (links) im Gespräch mit Landrat Robert Fischbach während der Besichtigung der Produktionsanlagen der Firma Hof Anlagenbau in Lohra. Quelle: Landkreis

Lohra. Landrat Robert Fischbach stattete am Montag der Gemeinde Lohra einen Besuch ab. Nach einer allgemeinen Darstellung der Situation der Gemeinde durch Bürgermeister Georg Gaul begab sich die Delegation auf eine kleine Rundreise, bei der die Besichtigung der Firma Hof Anlagenbau, der Ortsteil Weipoltshausen und das Feuerwehrgerätehaus Lohra auf der Agenda standen.

Einen direkten Nutzen könnten die Weipoltshäuser aus dem Besuch des Landrats ziehen. Nach einem Rundgang durch den Ort und der Präsentation des Konzepts zur Dorferneuerung sowie der Besichtigung der K 49 hatte Fischbach eine gute Nachricht. Er wolle wegen der Erneuerung der Kreisstraße, die derzeit nicht im Programm vorgesehen sei, mit Vertretern des Amts für Straßen- und Verkehrswesen nach Möglichkeiten suchen, damit die Kreisstraße dazu beitrage, nach Ende der Dorferneuerung und der erfolgten Umgestaltung vor dem Bürgerhaus ein rundes Bild zu zeigen.

Nach den Führungen und Erläuterungen zog der Landrat folgendes Fazit: Obwohl die finanzielle Lage im Allgemeinen sehr dramatisch sei, stehe die Gemeinde Lohra recht gut da. Dies sei nicht zuletzt dem „Glücksfall“ zu verdanken, dass mit der Firma Hof Anlagenbau ein weltweit agierendes Unternehmen in der Gemeinde verwurzelt sei und dem Standort auch die Treue halte.

Fischbach hob die positive Entwicklung des Unternehmens mit 173 Arbeitnehmern hervor, bei dem sich die Wirtschaftskrise nicht bemerkbar mache. Auch der dritte Besuchspunkt, das Feuerwehrgerätehaus Lohra, stand wiederum im Zusammenhang mit der Firma Hof. Fischbach lobte die Einstellung Hans-Georg Hofs, die es ermögliche, durch Mitarbeiter seines Unternehmens die Tagesalarmbereitschaft aufrecht zu erhalten. Die Kooperation – das Lohraer Modell – sei gelungen. Die gute Nachricht für die Feuerwehr ist, dass der Kreis im nächsten Monat mit dem Bewilligungsbescheid aus Wiesbaden rechnet. Zudem merkte Fischbach an, dass die Einrichtung eines neuen Feuerwehrstützpunktes in Lohra nicht mehr diskutiert werde, es gehe nur noch um das Wie und Wo. Im Gespräch sind unter anderem die Standorte altes Bahngelände und Bauhof.

Eine weitere gute Nachricht entlockte Elfriede Köhler (SPD) dem Landrat. Auf ihre Frage antwortete Fischbach (CDU), dass er trotz der prekären Finanzsituation des Landkreises für das Jahr 2010 keine Erhöhung der Kreisumlage vorsehe. Der Landrat fügte aber sogleich an „nach derzeitigem Stand“ und sagte, dass damit eine Erhöhung in den Folgejahren nicht vom Tisch sei. Das hänge von der Entwicklung in den nächsten Jahren ab.

Am Freitag hatte Fischbach während der Kreistagssitzung angekündigt, dass dem Kreis aufgrund der Wirtschaftskrise in den Jahren 2009 bis 2011 rund 50 Millionen Euro fehlen werden – zusätzlich zu den bestehenden 74 Millionen Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten und den langfristigen Schulden in Höhe von 70,3 Millionen Euro. Eine Entwicklung, die bei vielen Gemeindepolitikern Befürchtungen nach einer erneuten Erhöhung der Kreisumlage aufkommen ließ.

von Gianfranco Fain

Trotz der prekären Finanzsituation des Landkreises ist für das Jahr 2010 keine Erhöhung der Kreisumlage vorgesehen.

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