Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Kyrill deckt Dach ab und Schaden auf

Kirchensanierung in Mornshausen Kyrill deckt Dach ab und Schaden auf

Als im Januar 2007 der Orkan „Kyrill“ wütete, blies er auch einige Schieferplatten vom Mornshäuser Kirchendach. Bei den anschließenden Reparaturarbeiten kamen altersbedingte Schäden zutage.

Voriger Artikel
„Laubfrösche“ jetzt voll im Plan
Nächster Artikel
Jedes Ei wird zu einem Kunstwerk

Das Dach der evangelischen Kirche in Mornshausen ist in höchsten Maße sanierungsbedürftig. Im April wird das Gebäude eingerüstet, Mitte November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.Foto: Hartmut Berge

Mornshausen/S. Dachdecker stellten fest, dass das Dach dringend saniert werden muss. Was von außen eigentlich noch ganz gut aussah, war beim näheren Hinsehen ziemlich marode. „Die Schieferplatten zerbröselten einem zwischen den Fingern, ohne dass man sich groß anstrengen musste“, beschreibt Gemeindepfarrer Thomas Schmidt die damalige Lage.

Zudem stellte sich heraus, dass die Dachisolierung marode war, Dachbalken ausgetauscht werden müssen und der Kanal unter der Kirche erneuert werden muss.

Als die Kirche nach Kriegsende gebaut wurde, sie wurde 1952 eingeweiht, standen den Bauherren offensichtlich nicht die besten Baumaterialien zur Verfügung.

Gebäude wird imApril eingerüstet

Der Schiefer sei von minderwertiger Qualität, stellten die Dachdecker fest. „Die Sanierung war überfällig, und es ist gut, dass das Dach noch so lange ohne größere Wassereinbrüche dicht geblieben ist“, sagte Schmidt. Getropft habe es schon hin und wieder mal an einigen Stellen, fügte er hinzu.

Ein Sanierungskonzept wurde erstellt, und 2009 wurde in einer ersten Bauphase der Kanal saniert.

Der Beginn des zweiten Bauabschnitts zog sich hin, weil die nötigen Gelder fehlten. Ein Finanzierungsplan wurde erstellt, und jetzt soll der zweite Bauabschnitt der Sanierung erfolgen. Noch im April soll die Kirche eingerüstet werden. Die Konfirmation wird am 29. April noch in der Kirche gefeiert, aber dann geht es richtig los. Die Kirche wird geschlossen, und bis Mitte November werden die Gottesdienste im Gemeindehaus oberhalb der Kirche stattfinden. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 375000 Euro. 69000 Euro muss die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufbringen.

Der Rest wird von der Gesamtkirche getragen, und die Kirche erhofft sich einen Zuschuss von der Denkmalschutzbehörde, fügte Schmidt hinzu. Die neue Isolierung werde sich sicherlich positiv auf die Energiekosten für die Kirche auswirken, und nach der umfangreichen Dachsanierung „wollen wir hoffen, dass unser Dach in den nächsten 60 Jahren hält“, ergänzte Pfarrer Schmidt.

von Anita Ruprecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr