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Kurzarbeit verschlingt Zehnfaches

Arbeitsagentur Kurzarbeit verschlingt Zehnfaches

Während die Agentur für Arbeit Marburg im Jahr 2008 nur rund 538.000 Euro für die konjunkturelle Kurzarbeit an Unternehmen bezahlte, waren es im Jahr 2009 knapp 6,2 Millionen Euro.

Marburg. Diese Zahlen gab der Leiter der Arbeitsagentur Marburg, Waldemar Droß, am Mittwoch bekannt, während er auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt des vergangenen Jahres zurückblickte. „Dank der Kurzarbeit waren die Betriebe im Agenturbezirk extrem flexibel und konnten die meisten ihrer Mitarbeiter weiterbeschäftigen“, berichtete Droß. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass bis zum Dezember bei der Agentur für Arbeit Marburg 175 Betriebe für insgesamt 8.352 Arbeitnehmer Kurzarbeit anmeldeten. „Wie viele die Kurzarbeit wirklich in Anspruch genommen haben, wissen wir bislang noch nicht, weil noch nicht alle Betriebe abgerechnet haben“, so Droß weiter.

Laut Jahresstatistik wurde die Kurzarbeit von März bis Mai des vergangenen Jahres am häufigsten genutzt. Gut 4.000 Arbeitnehmer im Agenturbezirk Marburg bekamen in dieser Zeit Kurzarbeitergeld, angezeigt waren zwischen 6.800 und 7 400 Mitarbeiter. „Das die abgerechneten Kurzarbeiter seit Sommer abgenommen, die Meldungen aber zugenommen haben, zeigt die unsichere wirtschaftliche Lage der Betriebe“, verdeutlichte es der Arbeitsagenturleiter.

Durch die Kurzarbeit ist ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen wie er im Januar 2008 prognostiziert worden war im vergangenen Jahr allerdings ausgeblieben: „Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit Marburg ist im Jahresdurchschnitt lediglich um fünf Prozent angestiegen“, sagte Waldemar Droß. So seien im Jahr 2009 im Durchschnitt monatlich 7.914 Menschen arbeitslos gewesen. Im Jahr 2008 waren es 7.537 Männer und Frauen. Insgesamt meldeten sich 2009 im Agenturbezirk 24.045 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg im vergangenen Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent.

von Katharina Kaufmann

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