Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
"Kunst geht über Wort weit hinaus"

"Kunst geht über Wort weit hinaus"

Das Motto "Kunst sehen - Kunst schaffen" stand während einer Ausstellung mit Workshops und Musik in der Freizeit- und Bildungsstätte in Holzhausen hoch im Kurs.

Voriger Artikel
Die Jobs in Marburg bleiben erhalten
Nächster Artikel
Förderschule erhält mehr Raum und neue Technik

In der Ausstellung „Kunst sehen – Kunst schaffen“ bot sich den Besuchern ein reiches Spektrum.Foto: Helga Peter

Holzhausen/H. „Kunst sehen - Kunst schaffen“: Diese Möglichkeiten boten sich am vergangenen Wochenende in der Freizeit- und Bildungsstätte des Dekanates Gladenbach. Dort hatte der Kunstkreis „Mosaik Dautphetal“ in Kooperation mit dem Dekanat zu einer Ausstellung eingeladen, die in Bezug auf Kunstgenuss einiges zu bieten hatten.

Mehr als 20 Künstler stellten ihre Werke der Malerei, Fotografie sowie des Kunsthandwerks, Handarbeiten und Poesie aus und boten Mitmach-Aktionen an. Ein musikalisches Rahmenprogramm sorgte für Unterhaltung, und auch das kulinarische Angebot kam beim sonntäglichen Brunch nicht zu kurz.

Zu der Vernissage am Samstag begrüßte Roland Hartmann, Leiter der Freizeit- und Bildungsstätte, die Gäste und freute sich, dass „dieses Haus sich immer wieder neu präsentiert“. Den Besuchern wünschte Hartmann, dass sie nach der Betrachtung der ausgestellten Werke mit schönen Gedanken nach Hause gehen können.

Philipp Gonglach, Vorsitzender des Kunstkreises „Mosaik Dautphetal“, zeigte sich erfreut darüber, dass auf der Suche nach einer Ausstellungsmöglichkeit eine Kooperation mit dem Dekanat Gladenbach realisiert werden konnte. Gonglach begrüßte als Ehrengäste Dekan Matthias Ullrich und Bürgermeister Bernd Schmidt sowie die Band „John Cordi“ (Johannes Tunyogi-Csapó und Cornelia Davidis), die die Ausstellung musikalisch eröffnete.

Künstler gewähren Blick über die Schulter

Schmidt erklärte, dass in der Gemeinde zum selben Zeitpunkt gleich zwei Kunstausstellungen stattfinden. Somit avanciere Dautphetal zur „Kunsthauptstadt“.

Er sei stolz darauf, dass viele Menschen vor Ort ihre Talente entwickeln - ob versteckt oder offen. Kunst sei das, was jeder für sich sehe. Unter Kunst verberge sich ein großes Spektrum, in dem was Menschen ausdrücken könne. „Kunst kann man nicht in Worte fassen, sondern muss diese auf sich wirken lassen“, führte der Bürgermeister weiter aus.

Dekan Matthias Ullrich erläuterte, dass Kultur und Religion zusammengehören und auch ein Verlangen nach Ewigkeit darstellen. So sei die Sehnsucht nach dem Ewiglichen und der Kunst eng verwandt. Dies zeige sich sowohl im Im- als auch Expressionismus. „Kunst geht über Worte weit hinaus“, sagte er. Mit dem Lied „Auf die leise Tour“ setzte die Band „John Cordi“ dazu die passenden Akzente.

In ihrer Laudatio stellte Manuela Gücker-Braun (Dautphe) die Künstler und ihre Werke vor. Kunst ist Leben und Seele, Kunst sehen, bedeute Formen und Farben wahrzunehmen, das Innerste zu fokussieren.

Kunst habe zudem heilende Wirkung für Betrachter und Kunstschaffende. Kunst drücke sich in unterschiedlichen Formen aus, wobei diese Ausstellung auch die Möglichkeit biete, den Künstlern über die Schulter zu schauen. Anhand von drei Werken gab Gücker-Braun einen Einblick in die Schaffenskraft der Künstler.

Sie stellte ein Werk von Jutta Bamberger vor, das klare Formen aufweist und auch dazu ermutigt, zum Pinsel zu greifen. Außerdem betrachtete sie eine Fotografie von Theresa Bamberger mit der Sicht auf das Altsein in einer Darstellung der gelösten Heiterkeit.

Als Drittes stellte sie eine Skulpture aus Stein und Kupfer von Eckehard Henkel vor.

von Helga Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr