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Hinterland Kreisjobcenter besteht seit fünf Jahren
Landkreis Hinterland Kreisjobcenter besteht seit fünf Jahren
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20:41 07.04.2010
Während der Staatssekretär des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Gerd Hoofe, die Arbeit des Kreisjobcenters in den vergangenen fünf Jahren lobte, protestierten Gegner vor dem Kreishaus dagegen. Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. „Heute wissen wir, dass wir vor fünf Jahren die richtige Entscheidung getroffen haben. Unsere Leistungsbilanz kann sich sehen lassen“, sagte Landrat Robert Fischbach am Mittwochnachmittag während einer Feierstunde im Kreishaus. Gleichzeitig verkündete er eine Neuerung: „Wir planen, das Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung zu kaufen, damit das Kreisjobcenter dort einziehen kann“, erklärte Fischbach. Das derzeitige Haus in der Uferstraße habe der Landkreis von der Stadt Marburg gemietet, die Kaufentscheidung solle der Kreistag bei seiner Sitzung im Mai fällen.

„Die Lebensqualität findet vor Ort statt und wird vor Ort gestaltet. Es liegt also in Ihrer Hand“, betonte Staatssekretär Gerd Hoofe in seinen Grußworten und lobte gleichzeitig die Arbeit des Kreisjobcenters Marburg-Biedenkopf: „Ich habe mich heute davon überzeugt, dass Sie viele unterschiedliche Angebote in Ihren Regalen haben, die von den Mitarbeitern äußerst professionell an die Kunden weitergegeben werden“, sagte er an die Leiterin des Kreisjobcenters, Andrea Martin, gewandt.
Zuvor hatten Martin und der Erste Kreisbeigeordnete, Dr. Karsten McGovern, die vergangenen fünf Jahre Revue passieren lassen.
„Es gab hohe Erwartungen und viel Kritik, als wir vor fünf Jahren unsere Arbeit aufgenommen haben“, erinnerte sich McGovern. Dennoch habe das Kreisjobcenter relativ schnell Erfolge vorweisen können, unter anderem die beste Integrationsrate in Hessen.
Während im Kreishaus Landrat, Kreisbeigeordneter und Staatssekretär über die Bilanz des Kreisjobcenters sprachen, vertraten Mitglieder des Marburger Widerstandsbündnisses, dem Erwerbslosenrat Mittelhessen und dem Kreisverband der Partei Die Linke mit einem Protest vor dem Kreishaus die Ansicht, dass es keinen Grund zu feiern gebe. Die „selbstgefällige Art“ der Politiker zu feiern – nämlich ohne die rund 10 000 Kunden des Kreisjobcenters – sei „widerwärtige Dekadenz und anstrengungsloses Wohlleben“.

von Katharina Kaufmann

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