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Hinterland Kreativer Kopf für Marburg gesucht
Landkreis Hinterland Kreativer Kopf für Marburg gesucht
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18:17 06.02.2013
Die Händler in Marburgs Oberstadt erwarten von einem Stadtmarketing-Koordinator neue Ideen.Archivfoto Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Stadt und Gewerbetreibende sind sich weitgehend einig: In Sachen Marketing kann man in Marburg noch einiges tun, um mehr Touristen, mehr Kunden und mehr Einwohner in die Stadt zu holen und zu halten. Daher soll ab Juli ein Stadtmarketing-Koordinator die Aufgaben des Markt- und Aktionskreises (MAK) ausbauen und koordinieren. Bisher ist Klaus Hövel, Geschäftsführer der Marburg Tourismus und Marketing GmbH, Vorsitzender des MAK. MAK ist ein eingetragener Verein und wird finanziell von der Stadt unterstützt. Die heimische Wirtschaft soll aber mindestens ein Drittel der Kosten übernehmen, forderte Oberbürgermeister Egon Vaupel. Schließlich soll mittels Stadtmarketing der Einzelhandelsstandort Marburg gezielter gefördert werden - das kommt auch den Gewerbetreibenden zugute.

Der Werbekreis Oberstadt begrüßt prinzipiell die Einrichtung eines Stadtmarketing-Büros. Das haben andere Städte längst, hieß es. Allerdings betonten die Gewerbetreibenden, dass „kein Verwaltungsmensch“ benötigt werde, sondern ein „kreativer Kopf, der neue Ideen hat und entwickelt“. Ein Auswärtiger könnte frischen Wind bringen, andere forderten jemand mit Erfahrung. Der Werbekreis, der die Interessen der Händler in der Altstadt vertritt, erklärte aber auch, dass man zunächst abwarten wolle, welche Ziele und Projekte in den nächsten zwei Jahren angestoßen werden, um dann zu entscheiden, ob sich eine finanzielle Beteiligung weiter lohne. „Die Stadt wird Geld verlangen. Aber eine Voraussetzung dafür wäre für uns, dass das Stadtmarketing etwas bewegt“, sagte Friedhelm Bode, Vorsitzender des Werbekreises.

Bald Stellenausschreibung

Ralf Laumer, Pressesprecher der Stadt Marburg, erklärte auf Anfrage der OP, dass der MAK ein Stellenprofil für den Stadtmarketing-Leiter oder -Leiterin erstellt hat. Bevor die Stelle ausgeschrieben werde, wird der MAK-Vorstand am 12. Februar über dieses Profil abstimmen.

Die volle Stelle mit einem Jahresgehalt von 50000 Euro brutto soll nach Informationen der OP ab dem 1. Juli, zunächst befristet auf zwei Jahre, besetzt werden. Weiterhin werden zwei Teilzeitkräfte im Stadtmarketing-Büro arbeiten, eine Mitarbeiterin hat diese Aufgabe bereits seit Jahresanfang übernommen.

Laumer erklärte, dass Oberbürgermeister Vaupel bei der heimischen Wirtschaft auf eine grundsätzliche Bereitschaft für die Beteiligung an den Stadtmarketing-Kosten gestoßen sei. Die Stadt sei „guter Dinge“, dass alle an einem Strang ziehen werden, um das Stadtmarketing in Gang zu bringen. Ob sich für das Gehalt eine erfahrene Person bereit erklärt, die Herausforderung zu übernehmen?, fragt Bode. Erste Initiativ-Bewerbungen sollen bereits ohne Ausschreibung eingegangen sein.von Anna Ntemiris

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