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Krämer-Kowallik verzichtet auf Vorsitzendenamt

Parteitag Krämer-Kowallik verzichtet auf Vorsitzendenamt

Die Gladenbacher Christdemokraten stimmen sich auf bevorstehende Wahlen ein und hörten gleich eine Verzichtserklärung. Sie müssen sich im nächsten Jahr einen neuen Vorsitzenden suchen.

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Melanie Krämer-Kowallik (von links), Frank Gotthardt und Klaus-Dieter Knierim ehrten die treuen Mitglieder Helmut Koch,
Manfred Menkoff, Herbert Nispel, Michael Thomas und Hans
Hermann Nassauer.Foto: Sascha Valentin

Gladenbach. Die Gladenbacher CDU muss im kommenden Jahr einen neuen Vorsitzenden suchen. Während der Jahreshauptversammlung der Christdemokraten kündigte Melanie Krämer-Kowallik am Samstag an, nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen. Sie begründete dies mit der zeitlichen Belastung durch ihre politischen Ämter und damit, dass sie gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen würde. Deswegen verzichtete sie auch auf eine Kandidatur für den Vorbereitungsausschuss zur Bürgermeisterwahl in Gladenbach, dem die Vorsitzende eigentlich Kraft Amtes angehören würde.

Er könne das gut verstehen, befinde er sich doch in einer ähnlichen Lage, bekräftigte CDU-Kreisvorsitzender Frank Gotthardt. Auch er hat bereits angekündigt, den Kreisvorsitz sowie sein Mandat im Landtag niederlegen zu wollen, um mehr für die Familie da sein zu können. „Aber das heißt ja nicht, dass man nicht vielleicht in zehn Jahren wiederkommt“, betonte er auch in Richtung Krämer-Kowallik.

Zu den personellen Entscheidungen der Christdemokraten bei den anstehenden Wahlen sagte Gotthardt, dass es demokratisch und damit gut sei, die Auswahl aus zwei Bewerbern zu haben. So kandidieren Stefan Heck und Matthias Range um den Einzug in den Bundestag, Tobias Meyer und Horst Falk wollen beide stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag werden (die OP berichtete).

Den Blick auf die Politik im Stadtgebiet richteten schließlich Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim und Melanie Krämer-Kowallik, die beide die fehlende Präsenz der politisch Aktiven bei städtischen Veranstaltungen bemängelten. „Aber gerade diese sind es, mit denen unsere Mitglieder bei solchen Gelegenheiten gerne immer mal wieder in Kontakt treten wollen, um sich auszutauschen und Meinungen in das politische Geschehen einfließen zu lassen“, sagte die Vorsitzende und wünschte sich, eine bessere Beteiligung der Betreffenden. Knierim ging darüber hinaus auf einige richtungsweisende politischen Entscheidungen der vergangenen Monate ein - darunter auch den Neubau der Sportanlage in der Biedenkopfer Straße. Dabei verwies er noch einmal darauf, dass es nur durch den Verzicht des SC Gladenbach auf den alten Sportplatz am Blankenstein möglich sei, ein Neubaugebiet in Gladenbach auszuweisen. Letztlich bringe dies der Stadt durch den Verkauf der entstehenden Bauplätze wieder Einnahmen, so der Bürgermeister.

Abschließend ehrten Knierim, Gotthardt und Krämer-Kowallik einige Mitglieder für deren Treue zur CDU.

von Sascha Valentin

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