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Konzept soll Jugendarbeit ein Fundament geben

Dautphetal Konzept soll Jugendarbeit ein Fundament geben

Für die Gemeinde Dautphetal soll ein „tragfähiges Konzept für die langfristige Gestaltung der Jugendarbeit“ entwickeln werden. Die Jugendpflegerin wird daran wohl nicht beteiligt sein.

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Sabine Bittner ist noch Jugendpflegerin Dautphetals.Archivfoto

Dautphe. Eine längere Diskussion löste ein SPD-Antrag während der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung am Dienstagabend aus, die sich nur um die Begründung drehte. Unstrittig und gar gut, das signalisierten die Vertreter der Freien Wähler und der CDU, sei der SPD-Antrag, der darauf abzielt, ein Konzept für die langfristige Gestaltung der Jugendarbeit in der Gemeinde Dautphetal erstellen zu lassen. Unter anderem soll kontinuierlich ermittelt werden, wie die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sind, wie dementsprechende Projekte geplant und mit bestehenden Angeboten koordiniert werden können. Auch soll es Überlegungen geben, wie nicht in Vereinen organisierte Jugendliche an einer Jugendarbeit beteiligt und wie Angebote zur stärkeren Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund realisiert werden können. An der Begründung schieden sich jedoch die Geister. Klaus Ronzheimer von der FW-Fraktion - „der Antrag ist sehr gut“ - bemängelte, dass die Begründung ab dem dritten Satz darauf hinauslaufe, ein Ergebnis vorzugeben, nämlich dass Sabine Bittner Jugendpflegerin bleiben solle. Das könne die FW nicht mittragen. Ronzheimer schlug deshalb vor, nur den ersten und zweiten Satz der Begründung stehen zu lassen. Ebenso argumentierte Christdemokrat Christian Weigel.

Sozialdemokrat Helmut Griesel erwiderte, dass „Frau Bittner zurzeit noch für uns arbeitet“, auch wenn Gerüchte besagten, dass sie Dautphetal demnächst den Rücken kehren werde. In den Ausschüssen sei das Thema jahrelang bearbeitet worden, mit dem Ergebnis, dass Dautphetal eine Jugendpflege brauche. Auch Jürgen Dannenhaus machte sich für den Antrag stark, weil man sonst davon ausgehen müsse, dass Vereine und Verbände genug für die Jugendlichen täten. Er schlug vor, in der Begründung den Begriff des Jugendpflegers von einem Namen zu trennen. Fraktionschef Joachim Ciliox lenkte daraufhin ein. Man hänge nicht an der Begründung und habe nichts dagegen, dass der Begriff Jugendpfleger neutral auftauche, wenn CDU und FW den wichtigen Antrag mittrügen. Denn: Eine Gemeinde, die mit Gladenbach vergleichbar sei, sollte sich ebenfalls eine Jugendpflege leisten. Die Bereitschaft der SPD solle auch als Zeichen gegen den Vorwurf der Blockadepolitik gesehen werden, fügte Ciliox an. Somit empfiehlt der Hauptausschuss der Gemeindevertretung einstimmig die Annahme des Antrags mit der redaktionellen Änderung in der Begründung.

Jugendpflegerin Sabine Bittner sagte auf Anfrage der OP, dass sie gerne noch geblieben wäre, zumal nach dem „guten Anfang“ noch viel Potenzial brach liege. Man habe ihr aber aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde eine Negativtendenz signalisiert und kein Angebot unterbreitet. Zu ihrer weiteren beruflichen Zukunft gab Bittner keine Auskünfte.

von Gianfranco Fain

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