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Hinterland Konzept für Hort-Angebot steht
Landkreis Hinterland Konzept für Hort-Angebot steht
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21:29 13.07.2011
Nachmittags gibt es vielerorts Betreuungsangebote für Schüler. Die Betreuung von Biedenkopfer Grundschülern stand lange auf der Kippe. Nun scheint die Realisierung eines erweiterten Hortangebots in trockenen Tüchern zu sein. Quelle: Tobias Hirsch

Biedenkopf. Von Panik wolle er nicht reden, sagt Stefan Egerding. „Aber die Verunsicherung ist schon sehr groß.“ Der Sprecher der Elterninitiative „Kinderbetreuung Grundschule Biedenkopf“ schilderte das Problem der Hort-Betreuung an der Biedenkopfer Grundschule. Noch wird verhandelt ob und wie es für interessierte Familien eine Betreuung ihrer Grundschulkinder nach 15 Uhr sowie während der Ferienzeiten geben wird.

„Wir müssen das schnellstmöglich in trockene Tücher packen“, sagt Stefan Egerding und rief deshalb alle betroffenen Eltern auf, sich in Sachen Hort-Betreuung bei ihm zu melden.

Das Problem: An der Biedenkopfer Grundschule gab es bis zum Ende dieses Schuljahres zwei Möglichkeiten, wie Kinder auch nach der letzten Schulstunde betreut wurden. Zum einen organisiert der Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Betreuungsangebot während der Schulzeiten jeweils bis 15 Uhr. Außerdem hatten zwei Biedenkopfer Kindertagesstätten (Kita), die Kita „Regenbogenland“ sowie die evangelische Kita „Löwenzahn“, jeweils zehn Hortplätze im Angebot.

So konnten Biedenkopfer Grundschulkinder nach der letzten Schulstunde in die Kita gehen, dort zu Mittag essen, ihre Hausaufgaben machen, unter Aufsicht spielen und toben. Das besondere an diesen Plätzen: Sie standen auch während der Schulferien zur Verfügung, und Eltern konnten sich einen Platz teilen, wenn ihr Kind nur an bestimmten Tagen in den Hort gehen sollte.

Nach Schätzungen beider Kitas haben aufgrund dieses „Platz-Sharing“ rund 40 Kinder den Hort besucht. „Für Eltern war das super. Der Hort in den Kitas war flexibel und familienfreundlich“, sagt Egerding. Die Betonung liegt auf war, denn die Biedenkopfer Kitas können nach den Sommerferien keine Hortplätze mehr anbieten. Das Angebot für Grundschulkinder war ein freiwilliges, das nur solange Bestand hatte, wie die Kitas freie Kapazitäten hatten – und die gibt es nun nicht mehr.

So bleibt für betroffene Eltern das Angebot des Landkreises mit einer Betreuung bis 15 Uhr während der Schulzeit. „Das ist für viele Berufstätige oder Alleinerziehende keine zufriedenstellende Lösung“, kritisiert Egerding. „Wir brauchen Betreuung auch nach 15 Uhr und vor allem während der Schulferien.“

von Sophie Cyriax

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Hinterlandausgabe der OP.

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