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Kollegen verabschieden die „perfekte Beruflerin“

Verabschiedung Kollegen verabschieden die „perfekte Beruflerin“

Im Kreis der 80 Lehrkräfte der Beruflichen Schulen Kirchhain (BSK) wurde die stellvertretende Schulleiterin Jutta Reinl in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

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Schulleiter Ingo Herde verabschiedete seine Stellvertreterin Jutta Reinl in den Ruhestand.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Ich habe den Zeitpunkt immer zu verdrängen gesucht“, sagte er Schulleiter Ingo Herde und drückte damit gleich zu Beginn der Veranstaltung aus, wie schmerzlich der Weggang seiner Stellvertreterin ihm fällt. Herde skizzierte den beruflichen Lebensweg, der in die zwei Phasen Adolf-Reichwein-Schule und Berufliche Schulen Kirchhain zu teilen sei. 1970 hat Jutta Reinl in Erlagen ihr Abitur abgelegt und dann dort Chemie studiert. In Marburg studierte sie Lehramt in den Fächern Biologie und Chemie. 1980 legte sie ihr zweites Staatsexamen mit Auszeichnung ab und unterrichtete danach Biologie und Chemie an der Marburger Adolf-Reichwein-Schule.

1974 heiratete Jutta Reinl und wurde Mutter von zwei Töchtern. 1999 trat Jutta Reinl die Stelle der stellvertretenden Schulleiterin an den BSK an. Sie sei die erste und bislang einzige stellvertretende Schulleiterin in der ganzen Region, sagte der Vertreter des Schulamtes Bernhard Drude. „Du bist eine perfekte Beruflerin“, lobte er sie, denn sie sei eigentlich eine „Gymnasiale“. Vorbehalte habe es hier und da anfangs im Kollegium schon gegeben. Eine Frau und dann noch Gymnasiale, war für einige nicht denkbar.

Reinl überzeugte schnell auch die letzten Zweifler. Herde lobte, dass sie das Spannungsfeld zwischen Lehrern, Schülern und der Schulleitung gemeistert habe und, dass sie immer Zeit für alle gefunden habe. Ihre großartigen positiven Eigenschaften stellte auch Bernhard Drude heraus und erklärte: „Jutta und Ingo ihr habt gut zusammengearbeitet und die Schule hat davon profitiert.“

Aus den Szenen, Gedichten, Vorführungen und Gesängen des Schulleitungsteams, der GEW Schulgruppe, des Personalrates und des Sekretariats mit Hausmeistern wurde klar, wie beliebt und geschätzt Reinl war.

von Klaus Böttcher

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