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Königswürde bleibt in der Familie

Schützenkönig Königswürde bleibt in der Familie

Das alte Königspaar der Mornshäuser Schützen ist auch das neue: Regina Riedel gab die Königswürde an ihren Mann Peter weiter.

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Das Schützenkönigspaar mit seinem Hofstaat ( von links) Sascha Lika, Regina und Peter Riedel und Jens Rühl mit Kreisschützenmeister sowie Vorsitzender des KKSV Hans-Joachim Velt.

Quelle: Ingrid Lang

Mornshausen/S.. Nachdem die Renovierungen im Schützenhaus fast abgeschlossen sind, traten die Sportschützen des Klein-Kaliber-Schützenvereins (KKSV) am Samstag an, um ihren neuen Schützenkönig auszuschießen. Um 13 Uhr eröffneten zunächst die Jugendlichen das Feuer auf den Königsvogel. Nach 500 Schuss stand mit Ramon Bock der neue Jugendschützenkönig fest.

Zwei Stunden später begann für die Erwachsenen das Schießen auf den Holzadler den Michael Pfuhl gefertigt hatte. 16 Teilnehmer feuerten insgesamt 1620 Schuss auf den Vogel ab. Nach 45 Minuten und 650 Schuss fiel der erste Flügel zu Boden und Jens Rühl wurde Zweiter Ritter. Danach mussten weitere 520 Schuss auf den zweiten Flügel abgegeben werden und nochmals vergingen 45 Minuten bis mit Sascha Lika der Erste Ritter feststand.

Von Anfang an dabei war Sportschütze Peter Riedel, der die Verhältnisse wieder geraderücken wollte, da seine Frau sich beim Königsschießen 2011 die Königswürde gesichert hatte und ihn zum Prinzen nahm. Zusammen mit fünf weiteren Sportschützen zielten sie auf den Kopf des Adlers. Um 17.45 Uhr ging mit einem gezielten Schuss von Riedel der Königsvogel zu Boden und der neue Schützenkönig stand fest. Zum ersten Mal in der Geschichte des KKSV Mornshausen wechselt die Königskette innerhalb eines Ehepaares.

Bis zum Wochenende hatte Schützenkönigin Regina Riedel mit ihrem Mann den KKSV bei Veranstaltungen vertreten und ab sofort repräsentiert Peter Riedel mit der scheidenden Königin den Verein.

Der Kreisschützenmeister und Vorsitzende des KKSV, Hans-Joachim Velt, übergab während der Proklamation die Königskette und die Krone an das neue beziehungsweise bisherige regierende Königspaar. Ihnen zur Seite stehen für eine Amtsperiode Sascha Lika und Jens Rühl, die mit dem Ritterorden ausgezeichnet wurden.

Anschließend feierten die Schützen im renovierten Vereinsheim. Im August 2011 hatten die Mitglieder mit der Sanierung des Daches, von dem etwa 185 Quadratmeter marode waren, begonnen. Auf dem Dach wurde eine dreilagige Isolierung aufgebracht. Bei den Arbeitseinsätzen stellten die Helfer fest, dass weitaus mehr Dachfläche durch Marder und Siebenschläfer, die sich in den Zwischenwänden eingenistet hatten, beschädigt war, als angenommen.

Schützenhaus in Eigenleistung saniert

Die Elektrik, die zum Teil veraltet und auch defekt war, wurde erneuert. Bei den Renovierungsarbeiten entdeckten die Helfer kleinere Brandstellen, die durch defekte Elektrokabel entstanden waren. Rund zwei Kilometer Kabel wurden neu verlegt. Ein großer Schaltschrank wurde gesetzt, die Hauptverteilung sowie zwei Unterverteilungen erneuert.

Gerfried Leinweber hat nicht nur die Leitungen gelegt, sondern auch Lichtschalter und Steckdosen installiert. Insgesamt kam Leinweber auf 189 Arbeitsstunden, Bruno Dworschak auf 176 und der Vorsitzende auf 168 Arbeitsstunden. Die Schreinerarbeiten, wie Wand- und Deckenverkleidung vor dem Raum in der Schießanlage und dem Thekenraum, übernahmen Walter Lang und Karl-Heinz Hilberg.

Zusätzliche Sicherheit bieten nun die von Dieter Leinweber kostenlos angefertigten Gitter für Fenster und Eingangstür. Lediglich die Materialkosten für die Gitter musste der Verein zahlen. Immer wieder habe Gerfried Leinweber die Schützen motiviert, zu den Arbeitseinsätzen zu erscheinen. Da wurden nicht langfristig Aktionen geplant, sondern kurzfristig abgesprochen und immer waren helfende Hände da, berichtete Velt. Nun stehen noch kleine Reparaturarbeiten, die Erneuerung der Küche und die Installation einer Alarmanlage an. Die Gesamtkosten der Renovierung belaufen sich auf 35000 Euro, davon entfallen 18000 Euro auf Materialkosten. Die Schützen erbrachten 13000 Euro an Eigenleistung.

von Ingrid Lang

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