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Hinterland Kleiner Wurm kann Menschen töten
Landkreis Hinterland Kleiner Wurm kann Menschen töten
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20:47 13.07.2010
Der Wald bietet Schutz vor der Hitze, birgt aber auch Gefahren. Die Jägervereinigung Hinterland warnt vor dem Fuchsbandwurm oder Fuchsbandwurmlarven. Quelle: Archivfoto

Biedenkopf. Wer zurzeit beruflich im Wald zu tun hat oder vor der Hitze in die Schatten spendenden Wälder flieht, um dort spazieren zu gehen, dem fällt gewiss auf, dass es im Laub vielerorts raschelt. Und wer genau hinschaut, der sieht Mäuse über den Waldboden huschen.

„Bei uns gibt es sehr viele Mäuse, wahrscheinlich wegen der Bucheckern-Mast der vergangenen Jahre“, erklärt Volker Klingelhöfer, Pressesprecher der Jägervereinigung Hinterland. „Die Mäuse sind Nahrungsgrundlage für Greifvögel – wie Mäusebussarde – und Greif-Säuger, wie Marder und Füchse“ berichtet Klingelhöfer. Deshalb könne man in diesem Jahr auch viele dieser Tiere beobachten, vor allem Füchse.

„So habe ich allein im Revier Ludwigshütte, Stadtwald Biedenkopf, in den vergangenen Wochen an verschiedenen Fuchsbauten Fuchsmütter (Fähen) mit ihren Welpen spielen sehen, und das sind sicherlich nicht alle Füchse in diesem Revier“, erklärt der Jäger.

Leider mussten er und seine Mitjäger auch einige überfahrene Füchse von der Bundesstraße 253 von Ludwigshütte zur Sackpfeife auflesen.

"Wenn es Füchse gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass einige Tiere mit dem Fuchsbandwurm oder Fuchsbandwurmlarven infiziert sind“, warnt Klingelhöfer. Dies wiederum bedeute Infektionsgefahr für den Menschen sowie frei laufende Katzen und Hunde. „Mäuse nehmen die winzigen Eier des nur wenige Millimeter langen Fuchsbandwurms bei ihren Aktivitäten am Boden auf, und es entwickelt sich im Körper der Zwischenwirte eine Bandwurmlarve“, beschreibt der Jäger.

von Hartmut Berge

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 14.07.2010.

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