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Kirchenladen soll „Brücken bauen“

Lesung Kirchenladen soll „Brücken bauen“

Mit einer Lesung von Autor Sven Gerhardt wurde der neue Kirchenladen der katholischen Kirchengemeinden „St. Johannes Nepomuk“ Hartenrod und Maria Königin“ in Gladenbach eröffnet.

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Aufmerksam verfolgten Jung und Alt die Lesung von Autor Sven Gerhardt.

Quelle: Ingrid Lang

Gladenbach. Während die Erwachsenen dem Konzert und der Andacht in der Martinskirche lauschten, hörten die Kinder die Geschichte von „Filippas unglaublicher Reise zum Mond“. Gerhardt zog die Kinder mit der Geschichte in seinen Bann, so dass sie bis zum Ende gelesen wurde. Mit lautem „Ja“ antworteten die Kinder, als der Autor sie fragte, ob sie noch die kurze Geschichte „Bis Weihnachten ist‘s nicht mehr weit“ hören möchten. Mit großer Spannung verfolgten sie die Lesung und stimmten sogar das Lied zum 1. Advent an.

Nach der Lesung wurde der Laden in ein Bistro verwandelt, wo sich anschließend Erwachsene und Jugendliche bei einer Tasse Kaffee oder einem Kinderpunsch umschauen konnten.

Mit dem Kirchenladen „Nepomuk“ möchten die katholischen Kirchengemeinden „Brücken bauen“, sagt Pastoralreferent Gunnar Bach, „und das ist gar nicht so leicht“. So zeigt auch das Logo des Kirchenladens das Viadukt von Hartenrod mit Menschen, die versuchen, zueinander zu finden. Auch der heilige Johannes Nepomuk ist auf vielen Brücken abgebildet. Weil ihm die Diskretion des ihm Anvertrauten absolut heilig war, erlitt er das christliche Martyrium: Ein König ließ ihn mit einem Mühlstein um den Hals von einer Brücke stürzen, so dass Nepomuk ertrank. Ziel sei es, dass die Kinder und Familien mit der Kirche in Berührung kommen, denn Kirche komme auch im Alltag vor, betont Bach.

Das Angebot in dem neuen Kirchenladen richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von Konfession und Religion. Als Bach vor etwa zweieinhalb Jahren ins Hinterland kam, wurde das Pfarrhaus in Hartenrod bereits zum Kauf angeboten. Mittlerweile wurde es verkauft und die katholische Kirchengemeinde hat in einer Pfarrversammlung beschlossen, einen Teil des Verkaufserlöses in die Anmietung des Ladens zu investieren.

Selbst die beiden Kirchengemeinden hätten Brücken zueinander gebaut, berichtete Bach. Insgesamt 18 ehrenamtliche Helfer werden hier tätig. Auch der Flyer wirbt um die Brückenbauer und lädt ein zum „über die Schwelle gehen, eintreten, sich hinsetzen, eine Tasse Kaffee trinken, in einer Zeitung oder einem Buch schmökern und es vielleicht ausleihen, ein Brettspiel spielen, eine Fürbitte in ein Buch schreiben oder einfach nur entspannen“. Wer will kann aber auch in einer Ecke in der Bibel lesen und beten oder sich einfach nur mal umschauen. Postkarten, Bücher und Kerzen können in dem Ladenlokal gekauft werden.

In der neuen Bücherei sind die Bücher nach vier Schwerpunkten geordnet: Bilderbücher, Erstlesebücher, Erziehungsfragen, sowie Trauer, Tod und die Auferstehung. Bei der Einrichtung der Bücherei wurden sie von den Mitarbeiterinnen von der Fachstelle für Pfarrbüchereien des Bistums Limburg kräftig unterstützt. In Gladenbach wurde hiermit seit Jahren die erste Pfarrbücherei in der Diözese Limburg eröffnet. Treffen werden sich hier zudem eine Eltern-Kind-Gruppe, ein Eltern-Seminar-Kurs zu Erziehungsfragen sowie Gesprächskreise. Zudem soll es Autorenlesungen und Seminarabende geben.

Der Kirchenladen befindet sich in der Marktstraße 26 in Gladenbach und hat montags, mittwochs und freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

von Ingrid Lang

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