Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Kinderpornos werden Hinterländer zum Verhängnis

Amtsgericht Kinderpornos werden Hinterländer zum Verhängnis

Ein Strafbefehl in Höhe von 1 050 Euro wegen des Besitzes von Kinderpornografie sowie weitere Auflagen kommen auf einen 49-jährigen Hinterländer zu, der es vorzog, nicht vor Gericht zu erscheinen.

Biedenkopf. Am Dienstag ließ ein 49-jähriger Angeklagter über seinen Anwalt mitteilen, dass er der Verhandlung vor dem Amtsgericht Biedenkopf fern bleibe. Dem Hinterländer warf Staatsanwalt Georg Ungefuk vor, sich kinderpornografische Schriften beschafft und im Besitz von 32 Bilddateien zu sein.

Richter Mirko Schulte berichtete, dass festgestellt worden sei, dass der Angeklagte täglich pornografische Schriften auf einer Sexseite im Internet aufgerufen habe, an vier Tagen im Juli und September des vergangenen Jahres auch kinderpornografische. Auf einem Tauschportal habe der Angeklagte einmal eine grenzwertige Datei, die unter Jugendpornografie falle, angeboten. Dieser Vorgang sei ihm zum Verhängnis geworden, denn sein Tauschpartner war bereits im Fokus der Ermittler, berichtete Staatsanwalt Ungefuk.

Eine polizeiliche Durchsuchung habe ergeben, dass im Haus des Angeklagten Hunderte Pornografiedateien vorhanden waren, darunter auch die besagten 32 Kinderpornografie-Dateien.

Schulte erließ auf Antrag des Staatsanwaltes einen Strafbefehl von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Dies seien für den arbeitslosen Angeklagten mehr als zwei Monatseinkommen und würden sicher einen „teuren Anblick“ darstellen, erklärte der Richter, zumal die Verfahrenskosten demselben ebenso angelastet werden wie die Überprüfung und Durchsuchung des Computers, die sich mit mehreren Tausend Euro sehr kostenintensiv darstellen, ergänzte Ungefuk. Nicht zuletzt werde der Computer eingezogen.

von Helga Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland