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Hinterland Kinderpornos werden Hinterländer zum Verhängnis
Landkreis Hinterland Kinderpornos werden Hinterländer zum Verhängnis
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08:30 18.05.2012

Biedenkopf. Am Dienstag ließ ein 49-jähriger Angeklagter über seinen Anwalt mitteilen, dass er der Verhandlung vor dem Amtsgericht Biedenkopf fern bleibe. Dem Hinterländer warf Staatsanwalt Georg Ungefuk vor, sich kinderpornografische Schriften beschafft und im Besitz von 32 Bilddateien zu sein.

Richter Mirko Schulte berichtete, dass festgestellt worden sei, dass der Angeklagte täglich pornografische Schriften auf einer Sexseite im Internet aufgerufen habe, an vier Tagen im Juli und September des vergangenen Jahres auch kinderpornografische. Auf einem Tauschportal habe der Angeklagte einmal eine grenzwertige Datei, die unter Jugendpornografie falle, angeboten. Dieser Vorgang sei ihm zum Verhängnis geworden, denn sein Tauschpartner war bereits im Fokus der Ermittler, berichtete Staatsanwalt Ungefuk.

Eine polizeiliche Durchsuchung habe ergeben, dass im Haus des Angeklagten Hunderte Pornografiedateien vorhanden waren, darunter auch die besagten 32 Kinderpornografie-Dateien.

Schulte erließ auf Antrag des Staatsanwaltes einen Strafbefehl von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Dies seien für den arbeitslosen Angeklagten mehr als zwei Monatseinkommen und würden sicher einen „teuren Anblick“ darstellen, erklärte der Richter, zumal die Verfahrenskosten demselben ebenso angelastet werden wie die Überprüfung und Durchsuchung des Computers, die sich mit mehreren Tausend Euro sehr kostenintensiv darstellen, ergänzte Ungefuk. Nicht zuletzt werde der Computer eingezogen.

von Helga Peter

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