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Keramik zum Tapezieren

Tapetenfabrik Keramik zum Tapezieren

Mit einer technologischen Neuheit sieht sich die Marburger Tapetenfabrik J.B. Schaefer GmbH & Co. KG gut gerüstet für die Zukunft: Sie produziert eine flexible keramische Wandbekleidung.

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Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter der Marburger Tapetenfabrik, zeigt die speziell für die neue keramische Tapete konstruierte Produktionsanlage in Kirchhain.

Quelle: Katharina Kaufmann

Kirchhain. „ccflex ist eine flexible keramische Wandbekleidung, die auf einer nanotechnologischen Beschichtung basiert“, erklärt Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter der Marburger Tapetenfabrik, die Marktneuheit im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Verfahren zur Herstellung dieser keramischen Tapete habe der Chemiekonzern Degussa-Evonik entwickelt. „Wir haben nun das Patent und die weltweiten Vertriebsrechte dafür erworben, eine eigene neue Produktionsanlage konstruiert und werden bis zum Ende des Jahres eine eigene Kollektion für ccflex aufgestellt haben“, berichtet Eitel.

Einen Betrag in Millionenhöhe hat das Unternehmen dafür investiert. „Wir sehen uns damit für die Zukunft gut gerüstet“, betont der geschäftsführende Gesellschafter. Schließlich sei von der Marburger Tapetenfabrik für ccflex ein komplett neues Produktionsverfahren entwickelt worden, „das es so im Tapetendruck noch nie gegeben hat“, wie Eitel erläutert. „Es handelt sich um eine flexible Rollenware, die dafür prädestiniert ist, in Bädern, auf Fluchtwegen und in stark beanspruchten Bereichen eingesetzt zu werden“, schildert Eitel die Einsatzbereiche der Keramiktapete.

Theoretisch könnten damit sogar Schiffe und Flugzeuge ausgestattet werden, denn das Produkt ist nicht nur scheuerbeständig, fleckenneutral, wasser- und ölabweisend, wasserdampfdiffusionsfähig sowie schlag- und stoßfest sondern auch nach neuer EU-Richtlinie DIN-EN 13501 in die Kategorie A2-s1, d0 eingeordnet worden. Das bedeutet, dass es nicht brennbar ist. Aufgrund der neuen Technologie ist die Tapete auch für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 nominiert worden.

von Katharina Kaufmann

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