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Keine Scheu im Umgang mit Motorsäge

Filigrane Schnitzereien Keine Scheu im Umgang mit Motorsäge

Carolin Werlich kennt keine Scheu im Umgang mit der Motorsäge und hat das Holzschnitzen mit dem Gerät zu ihrem Hobby gemacht.

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Günterod. Der Weihnachtsmarkt, den die Freiwillige Feuerwehr Günterod veranstaltete, lenkte die Aufmerksamkeit auf die 29-jährige Carolin Werlich, die dort an einem Stand ihre mit der Motorsäge in Form von Kerzen oder Tannenbäumen gefertigten Holzschnitzwerke anbot.

Die Initialzündung für ihr Hobby erhielt sie vor zwei Jahren bei einer Schnitzmeisterschaft in Braunfels, wo ihr die Holzschnitzarbeiten mit der Motorsäge so gut gefielen, dass sie sich dafür interessierte. „Das würde mir Spaß machen“, stellte sich die gelernte Zahntechnikerin vor und probierte es aus.

Ihre Anfangswerke seien kleine Holzpilze gewesen, jedoch habe ihr letztendlich auch immer wieder die Zeit zum Üben gefehlt. Nein, der Umgang mit der Motorsäge sei nicht schwieriger als mit den Instrumenten, die sie in ihrem beruflichen Alltag benutzt. Auch da müsse sie mit viel Geschick in Bezug auf Formen und Größenverhältnisse arbeiten. Beim Schnitzen trage sie selbstverständlich die entsprechende Schutzkleidung.

Das Projekt eines Zweirad-Naturspielplatzes, das eine Interessengemeinschaft in Günterod umsetzen will, sei wiederum der Anlass gewesen, für den Weihnachtsmarkt kreativ zu werden, etwas aus Holz zu gestalten und den

Erlös daraus diesem Projekt zuzuführen. Aus Fichten- und Douglasienstämmen schuf sie Kerzen und Weihnachtsbäume und stieß damit auf einen Zuspruch, den sie nicht erwartet hatte. Die Erstellung einer Kerze nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch, erläutert sie. Die Ausgestaltung der Weihnachtsbäume sei dagegen mit mehr Zeitaufwand verbunden, da diese mit der „Flex“ bearbeitet werden.

Da ihr siebenjähriger Sohn Ben wie zahlreiche Nachbarskinder ein begeisterter Fahrradfahrer sei, wolle sie diese Idee des Zweirad-Naturspielplatzes in Günterod mit unterstützen, zumal die Gemeinde das benötigte Grundstück zur Verfügung stellen wolle. Allein die Ausgestaltung und die Baggerarbeiten müssten in Eigenleistung erfolgen. Der Zweirad-Naturspielplatz soll in der Nähe des Multifunktionssportfeldes entstehen.

Bauamtsleiter Thomas Reuter teilte auf Anfrage der OP mit, dass dieses Projekt seitens der Gemeinde unterstützt werde, indem die Gemeinde die Fläche zur Verfügung stelle. Eine Baugenehmigung sei nicht erforderlich, da sich das besagte Areal im Außenbereich des Ortes befindet.

Carolin Werlich freute sich, dass aus dem Erlös ihrer Schnitzarbeiten, dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie Spenden schon etwa 1200 Euro zusammen gekommen sind.

von Helga Peter

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