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Kapellen-Fassade erhält neues Gewand

Sanierung Kapellen-Fassade erhält neues Gewand

Dach und Wand des alten Gotteshauses im Dautphetaler Ortsteil werden jetzt saniert. Mitglieder des Fördervereins gehen den Sockel im Frühjahr an.

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Hommertshausens Ortsvorsteher Uwe Wohnrade (von links), Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt, Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt für Denkmalpflege, Architekt Franziskus Hartmann sowie Jürgen Krämer und Horst Leinweber vom Förderverein Alte Kapelle Hom

Hommertshausen . Es sei eine kleine Kirche, so eine, wie es in der Gemeinde noch weitere gebe, sagte Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt und betonte: „Wenn wir Geschichte in Hommertshausen am Leben erhalten können, dann sollten wir es auch tun.“ Damit meinte er die finanzielle Hilfe der Gemeinde, hob aber besonders die Arbeit der „vielen Freiwilligen“ hervor, die sich am Erhalt der alten Kirche beteiligen.

Nur mit deren Hilfe und der des Landesamtes für Denkmalpflege sei es bei den zurzeit beschränkten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde möglich, einen weiteren Sanierungsschritt an dem historischen Gebäude zu tätigen. Zur symbolischen Überreichung der Spende kam Dr. Bernhard Buchstab vor rund zwei Wochen nach Hommertshausen. Da waren die 10000 Euro schon an die Gemeinde überwiesen und die Sanierungsarbeiten im Gang. Für kalkulierte 30000 Euro werden die Giebelwand und das Dach erneuert beziehungsweise restauriert. Der Förderverein will nun doch erst im Frühjahr den Sockel ausfugen. Grund dafür ist, dass die anderen Arbeiten erst spät im Jahr begannen.

Dafür ist jetzt schon einiges geschehen: die Fassade wurde abgestrahlt, von alter Farbe befreit und ein tragfähiger Untergrund für den Neuanstrich aufgetragen. Am Dach wird noch die Schalung erneuert und Schäden an der Wand repariert, sodann werden die Gefache aufgearbeitet.

Die Schäden halten sich noch in Grenzen, umso lieber gebe das Denkmalsamt das Geld, erklärte Buchstab. Der Zustand sei aber nur so, „weil Sie sich schon die ganze Zeit liebevoll um diese Kirche kümmern“, sagte der Konservator zu den Fördervereinsmitgliedern. Deshalb sei das Geld auch gut angelegt. Geld hat auch der Förderverein beigesteuert: Der Erlös aus dem Dorffest, rund 2000 Euro, kommt ebenso der alten Kirche zugute wie Zuwendungen anderer Ortsvereine.

Der Förderverein hat 15 bis 20 Mitwirkende, erklärt Heinz Wagner, den alle als „Motor des Kirchenerhalts“ bezeichnen. Genaugenommen sei es aber eine Kapelle, erklärt der Hommertshäuser, so stehe es in den urkundlichen Erwähnungen des 1665 errichteten Gotteshauses.

Er selbst sei durch den „Förderkreis Alte Kirchen“ aufmerksam geworden, der Anfang der 1980er Jahre einen Ostereiermarkt veranstaltete, um das Hommertshäuser Gebäude zu erhalten. Wagner fand, die Hommertshäuser müssten selbst die Initiative ergreifen und so ist er dabeigeblieben, denn: „Irgendeiner muss sich darum kümmern.“

Jeden, der etwas beitragen konnte, wie Schreiner oder andere Handwerker, habe er angesprochen, und „die haben auch was gemacht“. So sei die Kapelle bis 1995/96 von Innen und Außen erneuert worden. Seitdem finden darin neben zwei Gottesdiensten pro Jahr auch Hochzeiten, Lesungen, Musikabende und Vorträge statt.

von Gianfranco Fain

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