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Kammer muss entscheiden, ob Quittung und Vertrag gefälscht sind

Arbeitsgericht Marburg Kammer muss entscheiden, ob Quittung und Vertrag gefälscht sind

Ein junger Mann aus dem Ostkreis klagte gestern vor dem Marburger Arbeitsgericht auf Gehaltszahlung in Höhe von mehr als 7 000 Euro brutto für drei Monate, die er dieses Jahr gearbeitet hatte.

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Die Verhandlung fand am gestrigen Dienstag vor dem Marburger Arbeitsgericht statt.

Quelle: Michael Acker

Marburg. Der Mann hatte am 15. Mai ein Praktikum als Lastwagenfahrer und Lader in einer Firma im Landkreis begonnen. Das sollte vier Wochen dauern. Im Anschluss erhielt er einen Arbeitsvertrag, der ab dem 15. Juni galt. Am 10. August kündigte er, da er bis dahin nur 100 Euro erhalten hatte.

Während des Gütetermins gestern vor dem Marburger Arbeitsgericht ging es um die Lohnforderung des jungen Mannes in Höhe von mehr als 7 000 Euro brutto.
Arbeitsgerichts-Direktor Hans Gottlob Rühle fragte: „Warum fordern Sie diese Summe, wenn Sie einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, der nur 800 Euro zuzüglich einiger dubioser Zulagen vorsieht?“ Der Mann antwortete, er habe mit dem Sohn der Geschäftsführerin ein Brutto-Gehalt von 2 500 Euro vereinbart – bereits zu Beginn des Praktikums. Als er nach längerer Zeit immer noch keinen Vertrag hatte, fragte er nach und unterschrieb nach eigenen Angaben schließlich einen Blankovertrag. Und dort wurde dann die Summe von 800 Euro zuzüglich Zulagen eingetragen.

Die Geschäftsführerin der Firma hielt dem entgegen, dass diese Summe mehrmals besprochen worden war, was der Kläger vehement abstritt. Zudem soll der junge Mann am 23. Juni 1 000 Euro Vorschuss erhalten haben. Das belegte die Geschäftsführerin mit einer Quittung.

von Michael Acker

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