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Kirschenmarkt-Autoscooter: Kalbfleisch erhält Zuschlag

Absage für Kreuser Kirschenmarkt-Autoscooter: Kalbfleisch erhält Zuschlag

Das Hickhack im Autoscooter-Streit ist beendet – vorerst. Sascha Kalbfleisch erhielt vom Magistrat den Zuschlag für den Aufbau auf dem Kirschenmarkt 2018.

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Schausteller Sascha Kalbfleisch aus Bad Wildungen baute seinen Autoscooter beim Probeaufbau im November 2017 auf. Für den Kirschenmarkt 2018 erhielt er jetzt den Zuschlag.

Quelle: Nadine Weigel

Gladenbach. Am Montag wurde bis in die Abendstunden diskutiert, welcher der beiden Bewerber den Zuschlag erhält und beim Kirschenmarkt 2018 seinen Autoscooter auf dem Rummelplatz aufbauen darf.

Den Zuschlag erhielt Sascha Kalbfleisch aus Bad Wildungen. Bis 2016 hatte Kalbfleisch mit seinem Autoscooter einen festen Platz auf dem Rummel, er ist der Schwager von Konrad Ruppert, Generalpächter des Rummels samt Fressgasse.

Die Magistratsmitglieder haben sich mit den beiden Bewerbungen befasst und die erforderlichen Kriterien geprüft. Es war intensiv: Gab es zwischen den Autoscootern der Schaustellerbetriebe Herbert Kreuser (Diedenshausen) und Sascha Kalbfleisch (Bad Wildungen) doch auch einige Gemeinsamkeiten wie Bürgermeister Peter Kremer als Magistratssprecher gegenüber der OP erläuterte, wie zum Beispiel die korrekte Größe.

Dass alle drei zur Wahl stehenden Autoscooter  – Kreuser verfügt über zwei – auf den vorgesehen Platz passen, haben die Schausteller während eines Probeaufbaus im November vergangenen Jahres unter Beweis gestellt.

Den Probeaufbau hatte die Stadt Gladenbach gefordert, weil beim Kirschenmarkt 2017 ein Autoscooter den Zuschlag erhielt, bei dem sich beim Aufbau herausstellte, dass das Fahrgeschäft eigentlich zu groß war.  Zum Probeaufbau konnten sich letztlich aber nur zwei von sechs am Auswahlverfahren beteiligte Schausteller durchringen.

Welche Kriterien dann den Ausschlag für den Autoscooter von Kalbfleisch gegeben haben, dazu wollte Kremer gestern noch keine Angaben machen, weil die Begründung den Schaustellern zuerst auf dem Postweg zugestellt werden soll.

Für den heimischen Schausteller Herbert Kreuser ist die Entscheidung zwar wieder ein Rückschlag, aber er geht nicht wie 2017 leer aus. Beim 181. Kirschenmarkt ist Kreuser mit zwei Buden auf dem Rummel vertreten: Entenangeln und Pizzastand.

Die Vergabe der 38 Standplätze auf dem Rummel und der Fressgasse hatte der Magistrat bereits im Dezember 2017 festgelegt. Die Entscheidung über den Autoscooter hatten die Magistratsmitglieder verschoben, weil zu erwarten war, dass diese zu einer längere Diskussion innerhalb des Gremiums führen würde, erklärte Bürgermeister Kremer. So kam es dann auch.

Ob die Entscheidung nun das Ende der Rechtsstreitigkeiten zwischen der Stadt Gladenbach und dem Schausteller Kreuser bedeutet, bleibt abzuwarten. Möglicherweise ist Kreuser mit der Begründung des Magistrats nicht einverstanden, die darlegt, warum keines seiner beiden Autoscooter für den Kirschenmarkt den Zuschlag erhielt. Noch stehen Urteile zu diversen Gerichtsverfahren aus.

von Silke Pfeifer-Sternke

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