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Joachim Lies ist Präses

Dekanat Gladenbach Joachim Lies ist Präses

Einstimmig haben die Delegierten aus den evangelischen Kirchengemeinden des Dekanates Gladenbach den Friedensdorfer Joachim Lies zum Vorsitzenden der Dekanats-Synode gewählt.

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Das neue Führungsduo des evangelischen Dekanates Gladenbach: Dekan Matthias Ullrich (links) und der einstimmig neu gewählte Präses Joachim Lies.

Quelle: Sophie Cyriax

Holzhausen . Keinen Wechsel hat es indessen an der Spitze der Synode des Dekanates Biedenkopf gegeben: Dort bestätigten die Gemeinde-Vertreter den bisherigen Präses Frank Schmitt aus Allendorf (Eder) im Amt.
Am Samstag waren die Synoden des Dekanates Gladenbach sowie des Dekanates Biedenkopf in Holzhausen (Hünstein) zusammengetreten. Die Synode ist das zentrale Beschlussorgan der Kirche in der Region. Jede Kirchengemeinde hatte Delegierte in das „Dekanats-Parlament“ gesendet, das sich bei seiner ersten Sitzung neu zusammengesetzt hat: Weil im Juni vergangenen Jahres neue Kirchenvorstände gewählt wurden, hat sich nun auch die Zusammensetzung der Synode geändert.
Aus diesem Grund mussten die Synodalen aus Biedenkopf und Gladenbach alle Leitungs-Ämter und Beauftragungen der Kirche in der Region neu besetzen. Am Vormittag hatten die Synoden getrennt getagt und zunächst ihren jeweiligen Vorstand bestimmt.
Im Dekanat Gladenbach hatte im April 2006 der Dautphetaler Wolfgang Freitag das Amt des Präses von Gustav Raab übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Wolfgang Freitag hatte damals bereits angekündigt, in der „neuen“ Synode nicht länger als Präses zu kandidieren. Zur Verfügung hatte sich der aus Friedensdorf stammende Joachim Lies gestellt.
Der 60-jährige Jurist war zuletzt Dezernent für Finanzwirtschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Mittlerweile ist er in der „Freizeitphase“ der Altersteilzeit. Einstimmig wählten ihn die 63 stimmberechtigten Gladenbacher Synodalen zum Präses.
„Ich will mich bemühen, in den kommenden sechs Jahren diesem Wahlergebnis gerecht zu werden“, sagte Joachim Lies.
Als weitere Mitglieder des Gladenbacher Dekanats-Synodalvorstandes (DSV) bestätigten die Delegierten den Niederweidbacher Pfarrer Frank Rudolph, Pfarrer Eberhard Arnold aus Wetzlar-Naunheim, den stellvertretenden Dekan Thomas Schmidt aus Gladenbach-Mornshausen sowie Wilhelm Düringer aus Gönnern und Christine Breidenstein aus Hartenrod.
Detlef Ruffert aus Steffenberg-Niedereisenhausen und Helmut Schmidt aus Gladenbach-Runzhausen hatten nicht mehr für den Gladenbacher DSV kandidiert.
An ihre Stelle wählten die Synodalen den neuen Präses Joachim Lies sowie Werner Müller aus Weidenhausen.
Kraft seines Amtes ist Dekan Matthias Ullrich Mitglied im DSV.
Die 45 stimmberechtigten Mitglieder der Biedenkopfer Dekanats-Synode hatten zeitgleich ihren Präses Frank Schmitt aus Allendorf-Eder in seinem Amt bestätigt, ebenso seine Stellvertreterin Liesel Hallenberger aus Frohnhausen-Eder und den stellvertretenden Dekan, Pfarrer Stefan Peter aus Battenberg-Laisa. Odo Rothenbächer aus Biedenkopf sowie Michaela Ackermann aus Battenfeld wurden ebenfalls wieder in den DSV gewählt.
Nicht mehr kandidiert hatten Pfarrerin Anke Böhm aus Wolzhausen sowie Matthias Riedesel aus Weifenbach. An ihre Stelle wählten die Synodalen den Bromskirchener Pfarrer Uwe Buß und Axel Marburg aus Dodenau-Reddighausen. Den DSV komplett macht Dekan Gerhard Failing.
Beide Dekanats-Synoden hatten außerdem den Vorstand der jeweiligen Diakoniestation neu gewählt und dabei die bisherigen Amtsinhaber bestätigt.
An der Spitze des ambulanten Pflegedienstes des Dekanates Gladenbach stehen weiterhin der Vorsitzende Norbert Mai und sein Stellvertreter Pfarrer Axel Henß. Den Vorstand der Diakoniestation Biedenkopf leiten Pfarrer Stefan Peter und sein Stellvertreter Odo Rothenbächer.
Am Nachmittag hatten die Dekanate, die seit 2006 eine Arbeitsgemeinschaft bilden, gemeinsam getagt.
Propst Michael Karg und Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt begrüßten die mehr als 100 Synodale und Gäste im evangelischen Gemeindehaus in Holzhausen.
Zusammen wählten die Synoden die Vertreter für die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN): künftig werden Karl-Heinz Schneider aus Dautphetal-Mornshausen, Detlef Ruffert aus Steffenberg-Niedereisenhausen, Odo Rothenbächer aus Biedenkopf sowie die Pfarrer Claus Becker aus Battenfeld und Frank Rudolph aus Niederweidbach das Hinterland in der Landes-Synode vertreten.
„Wir wollen die Weichen für die Zukunft richtig und gut stellen“, sagten die Dekane Matthias Ullrich und Gerhard Failing beim abschließenden Gottesdienst, „die Kirchen-Landschaft in der Region wird sich verändern, und diesen Prozess wollen wir aktiv mitgestalten.“

von Sophie Cyriax

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