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Jäger: Gefahren beim „Geocaching“

Trendsport Jäger: Gefahren beim „Geocaching“

Der Trendsport „Geocaching“, der sich auch im Hinterland zunehmender Beliebtheit erfreut, ist den Jägern zunehmend ein Dorn im Auge.

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„Geocaching“ spielt sich in der Natur ab. Mit einem GPS-Gerät wird nach einem Versteck gesucht.

Quelle: Privatfoto

Gladenbach . Bei der immer beliebter werdenen Freizeitaktivität wird ein „Geocache“ versteckt, die Koordinaten des Verstecks werden mit einem GPS-Gerät ermittelt und ins Internet gestellt. Über dieses sind die Koordinaten für jedermann abrufbar, die Suche entwickelt sich mehr und mehr zu einem Freizeitsport für die ganze Familie – auch im Hinterland. Wie Volker Klingelhöfer, Pressesprecher der Jägervereinigung mitteilt, habe ihm eine Frau aus Dautphetal berichtet, dass ihre Kinder auf diese Art und Weise begeistert mit in die Natur gingen.

Solange die „Caches“ tagsüber in der Nähe von Wegen gesucht werden, sei dies meist umweltverträglich – sprich die Tiere des Waldes und der Felder würden nur wenig oder gar nicht gestört. „Die moderne Schatzsuche kann im Einvernehmen mit der Natur zu einem schönen und spannenden Erlebnis werden“, sagt Klingelhöfer. Ganz anders sehe es aber beim Nachtcaching, vor allem im Wald, aus. Dabei werde mit Taschenlampen, Nachtsichtbrillen und Stirnlampen auf die Suche gegangen.

„Ich brauche nicht zu erklären, was das für das Ruhebedürfnis zahlloser Tiere bedeutet, wenn Menschen nachts, dann womöglich auch noch abseits von Wegen, nach ,Schätzen‘ suchen“, sagt Klingelhöfer. Eine Folge werde seiner Ansicht nach die Zunahme von Verkehrsunfällen sein, da das Wild durch die nächtlichen Störungen panisch flüchte. Wegen der nach wie vor hohen Schwarzwildbestände seien die Jäger zudem gehalten, in hellen Nächten Wildschweine zu bejagen. „Es ist sicherlich nicht ungefährlich, wenn Menschen nachts abseits der Wege durch die Wälder streifen.

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