Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Internet soll schneller schneller werden

Amöneburg Internet soll schneller schneller werden

Schnelle Internetverbindungen sind inzwischen ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Aus diesem Grund will Michael Richter-Plettenberg möglichst rasch alle Stadtteile mit Verbindungen mit 50 MBit/s versorgen.

Voriger Artikel
Lohras Defizit steigt weiter an
Nächster Artikel
„Engel“ wachen über das Müll-Trennen

Michael Richter-Plettenberg hat gut Lachen, denn die Internetverbindung im Rathaus ist schnell.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Der Bund will bis Ende des Jahres 2014 möglichst 75 Prozent aller Haushalte mit schnellen Internetverbindungen ausstatten. Der Kreis strebt an, dass die ländlichen Gebiete Marburg-Biedenkopfs dann nicht zu den übrigen, unterversorgten Gebieten gehören.

Doch Michael Richter-Plettenberg dauert es zu lange, zudem glaubt er nicht an die Wirtschaftlichkeit des Projektes: Er möchte, dass die Amöneburger bereits Ende des Jahres 2013 schnell im Netz surfen können.
Eine flächendeckende Bandbreite von 50 MBit/s ist das Ziel des Bürgermeisters. Derzeit seien zwar nach Angaben der Telekom 96 Prozent der Telefonanschlüsse mit Breitband erreichbar und es gebe „praktisch keine weißen Flecken“ im Stadtgebiet, die Leistungsfähigkeit klaffe jedoch auseinander.

„Mardorf ist insgesamt sehr schlecht versorgt, da es leistungsgebunden von Schweinsberg noch hinter Erfurtshausen liegt“, erklärt er. Die Amöneburger seien „nicht gerade begünstigt“, da sie an die Vermittlungsstellen Ebsdorfergrund, Kirchhain und Schweinsberg angebunden seien: „Die Breitbandbreite ist von der Verbindungslänge zur Vermittlungsstelle abhängig.“

„An Mardorf und Roßdorf läuft zum Beispiel eine Fernglasfaserleitung vorbei, die technisch auch für uns nutzbar wäre“, sagt der Bürgermeister. Solche Möglichkeiten gelte es zunächst zu orten und dann zu nutzen. „Da die aktuellen Netzbetreiber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kein Ausbauprogramm für das Stadtgebiet haben, kommt nur eine Initiative der Kommune in Betracht, um die Deckungslücke zu schließen“, fügt er hinzu.

Der finanzielle Aufwand müsse aber so klein wie möglich bleiben, aus diesem Grund setzt er auf die Unterstützung der an dem Thema interessierten Bürgerschaft – entweder durch finanzielles Engagement oder durch die Investition von „Muskel-Dollar“ in Form von Eigenleistungen.

Am Montag steht das Thema auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung, die um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Mardorf tagt. Weitere Themen sind das Abschalten der Straßenbeleuchtung in der Nacht, die Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr oder die Zukunft des Stromnetzes.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr