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Hinterland Integration geht durch den Magen
Landkreis Hinterland Integration geht durch den Magen
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17:10 12.05.2017
Tashina Davis kümmert sich um das „Sachsenhäuser Schneegestöber“. Quelle: Sascha Valentin
Dautphe

Typische Gerichte aus den Heimatländern der Köche stehen innerhalb der „Vier Wände“ auf der Speisekarte. Zum Auftakt des interkulturellen Kurses gibt es im evangelische Familienzentrum hessische Küche.

Verantwortlich dafür zeichnet Christine Fischbach-Reitz, die sich gleich fünf typische Gerichte ausgesucht hat, „wie es sie schon bei unseren Großeltern gab“. Gerichte für einen eher kleinen Geldbeutel, ergänzt die Kursleiterin.

Ebenso habe sie auch Wert darauf gelegt, einfache Rezepte auszusuchen, die ohne besondere Zutaten und viel Mühe zu Hause schnell selbst nachgekocht werden können und dabei trotzdem eine Vollwertkost bieten.

Gemeinsam mit anderen in der Küche zu stehen und das Essen zuzubereiten, vermisse sie in vielen Familien, sagt Fischbach-Reitz. Da werde schnell irgendein Fertiggericht zubereitet und das war’s. Dadurch verlören auch die Kinder ein Stück weit den Bezug zum Essen und es gehe auch ein Teil des Gemeinschaftsgefühls verloren.

Über das gemeinsame Zubereiten der Gerichte sollen die Teilnehmer Kontakte zueinander knüpfen und sich kennenlernen. Im Idealfall komme es dabei zu einem interkulturellen Gedankenaustausch – eben über die landestypischen Gerichte und die damit verbundenen Geschichten, erläutert die Leiterin. Zur Premiere gibt es Frankfurter Grüne Soße.

Anmeldung zum Kochkurs noch möglich

Darüber hinaus bereiten die neun Teilnehmer weniger bekannte­ Gerichte zu wie „Sachsenhäuser Schneegestöber“, eine leichte Frischkäsespeise, ein „Kirschenmichel“, der aus alten Brötchen, Zucker und Kirschen hergestellt wird, und typischer Butterkuchen. Als Getränk servierte die Küchenchefin „Kalte Ente“ aus Apfelwein, Zucker, Zitronenscheiben und Mineralwasser. Am Ende sind die Teilnehmer sichtlich stolz auf ihre­ Leistungen und lassen sich die typisch hessischen Gerichte schmecken.

Der nächste internationale Kochkurs findet am 22. Mai im Familienzentrum statt. Dann steht türkische Küche auf dem Speiseplan. Weitere Themen sind am 29. Mai badische Gerichte, am 12. Juni die eritreische und am 26. Juni die rumänische Küche. Für jeden der Kurse können sich noch interessierte Küchenfreunde bei Lisa Grebe, der Koordinatorin des Familienzentrums, anmelden.

Je nachdem, wie die Kurse angenommen werden, soll die Reihe auch fortgeführt werden, sagt Grebe. Auf jeden Fall steht auch das Sommerfest des Familienzentrums am 1. Juli unter ­einem interkulturellen Motto. Dazu­ sind dann auch die Teilnehmer der Kochkurse eingeladen, sagt Grebe. Und natürlich sollen dann auch wieder internationale Speisen zubereitet werden.

  • Anmeldungen zum Kochkurs unter der Telefonnummer 06466/8979987.

von Sascha Valentin