Volltextsuche über das Angebot:

32 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
In drei Jahren drei Führungswechsel

Lahn-Dill-Bergland-Therme In drei Jahren drei Führungswechsel

Noch bevor der zweijährige Vertrag mit der Betreibergesellschaft DSGB ausläuft, sucht die Bad Endbacher Gemeindeverwaltung nach einer neuen Leitung für die Lahn-Dill-Bergland-Therme.

Voriger Artikel
Die Schlacht an der Feldküche
Nächster Artikel
Festakt und Schulfest fallen auf einen Tag

Die Lahn-Dill-Bergland-Therme eröffnete im Oktober 2009. Für das 11-Millionen-Projekt wird zum Ende des Jahres eine neue Führungskraft gesucht.

Quelle: Archiv

Bad Endbach. Eigentlich sollte Anke Jochem, die im November 2010 die Leitung der Lahn-Dill-Bergland-Therme übernahm, nach 24 Monaten Einarbeitungsphase das von der Betreibergesellschaft DSGB (Deutsche Sportstätten- und Planungsgesellschaft) auf Kurs gebrachte Schiff selbst steuern. Doch daraus wird nichts, und das Prestigeobjekt der Kurgemeinde Bad Endbach ist wieder einmal führerlos. Wie Bürgermeister Markus Schäfer auf Anfrage mitteilte, wird Frau Jochem bis zum Ende der Vertragslaufzeit freigestellt. Der Gemeindevorstand muss sich nun intensiv mit einer Nachfolgeregelung befassen. Der Vertrag mit der Betreibergesellschaft DSGB läuft zum 31. Oktober aus, der Vertrag der Thermenleiterin Jochem zum 8. November. Faktisch ist sie noch bis zu diesem Zeitpunkt bei der Gemeinde Bad Endbach angestellt.

Gerüchte über eine Kündigung und über Querelen innerhalb des Eigenbetriebes „ Lahn-Dill-Bergland-Therme und gemeindliche Werke“, die unter Jochems Leitung zu Kündigungen langjähriger Mitarbeiter geführt haben sollen, bestätigte der Bürgermeister nicht. Da man den Vertrag mit Jochem nicht verlängern wolle, sei er zu der Erkenntnis gelangt, dass es besser sei, die Thermenleiterin freizustellen, damit sie sich auf neue Aufgaben konzentrieren könne, erklärte er. Auch dementierte er, dass die ehemalige Thermenleiterin Doris Räuber, die von Juli 2009 bis Juni 2010 die Therme leitete, an ihren alten Wirkungsort zurückkehrt.

Räuber wechselte in eine Nachbarkommune, um zwei große Bäder zu leiten

Schäfer bescheinigte Jochem insgesamt eine gute Arbeit. „Die Therme ist in großen Schritten vorangekommen. Sie hat sich toll entwickelt. Dazu haben alle beteiligten Personen beigetragen“, betonte er. Im Wirtschaftsplan 2012 ist aufgeführt, dass die DSGB durch ihr „professionelles Management“ das Defizit von 861500 Euro auf 698500 Euro gesenkt hat. Für das kommende Jahr ist eine weitere Reduzierung des Defizits um 100000 Euro prognostiziert. 2013 soll sich das Defizit auf dem Niveau des alten Bewegungsbades befindet.

Bis sich der Gemeindevorstand für eine neue Thermenleitung entschieden hat, wird die Gemeinde eine interne Lösung finden müssen. Dies war bereits der Fall, als Doris Räuber der Therme den Rücken gekehrt hatte.

Räuber hatte mit ihrer Anstellung im Juli 2009 die Vorbereitungen zur Eröffnung des 11 Millionen teuren Objektes übernommen. Im Oktober 2009 eröffnete die Lahn-Dill-Bergland-Therme. 2010 hatte Räuber die Weichen für die Attraktivitätssteigerung gestellt. Im ersten halben Jahr besuchten 80000 Nutzer die Therme, im Oktober 2011 stieg die Zahl auf 110000. Der Saunabereich stieß an seine Grenzen, deshalb fiel die Entscheidung, zu investieren, um 100 weitere Spinde aufstellen zu können.

Weil im Januar 2011 die Integration des Fachbereichs Tourismus & Marketing zum Eigenbetrieb erfolgte, mussten Veränderungen für den Verwaltungstrakt geplant werden. Mit der Zusammenlegung soll eine bessere Erreichbarkeit ermöglicht werden. Durch die längeren und durchgehenden Öffnungszeiten der Therme wäre die Tourist-Information besser erreichbar. Geplant ist, dass die Thermen-Mitarbeiterinnen von Empfang und Kasse die der Tourist-Information unterstützten.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr