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In drei Jahren 1 268 Überstunden geleistet

Marburger Tapetenfabrik In drei Jahren 1 268 Überstunden geleistet

Die Marburger Tapetenfabrik erklärte sich in einer Güterverhandlung vor dem Arbeitsgericht Marburg bereit, ihrem ehemaligen Leiter der Anwendungstechnik 14 000 Euro Abfindung zu zahlen.

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Die Verhandlung fand vor dem Marburger Arbeitsgericht statt.

Quelle: Michael Acker

Marburg. Seit 2006 hatte der Mitarbeiter der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain jedes Jahr bis zu 400 Überstunden geleistet. Nachdem sein Arbeitgeber ihm eine verhaltensbedingte Kündigung zum 31. Oktober ausgesprochen hatte, klagte der Mitarbeiter auf Vergütung seiner Überstunden in Höhe von 27 000 Euro.

In dem Güteverhandlungstermin einigten sich die Parteien auf eine Abfindung von 14 000 Euro brutto und ein fristgerechtes Ende des Arbeitsverhältnisses bis zum 31. Oktober durch ordentliche betriebsbedingte Kündigung. Der Vergleich sieht zudem vor, dass der Kläger ein wohlwollendes qualifiziertes Arbeitszeugnis erhalten soll. Die Tapetenfabrik, die von dem Kaufmännischen Leiter Alexander Kubsch vertreten wurde, wies die Klage mit der Begründung zurück, dass die Überstunden bereits im Grundgehalt mit abgegolten seien.

Als Kündigungsgrund nannte der Beklagtenvertreter die Nichteinhaltung von Terminen und Zusagen gegenüber Kunden. Unter anderem soll der Kläger Reklamationen nicht erledigt haben. Der 47-Jährige wies die Vorwürfe zurück und behauptete stattdessen, dass er die Arbeitsaufgaben nicht erfüllen konnte. Trotz der Fülle an Überstunden seien die Aufgaben nicht zu bewältigen gewesen.

von Adrianna Michel

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