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In der Bahnhofstraße brodelt es

Baustellen In der Bahnhofstraße brodelt es

Tausende Besucher sollen am Wochenende zum Marburger Frühling in die Innenstadt strömen - so wünschen es sich die Händler. Schwierig wird es aber mit der Zufahrt ins Zentrum: Die Bahnhofstraße ist einmal mehr durch Baustellen blockiert.

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Weil die Stadtwerke an den Leitungen für Gas und Wasser in der Bahnhofstraße arbeiten, kann die Straße in beiden Richtungen nur einspurig und auf engem Raum befahren werden.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Fließender Verkehr sieht anders aus. Immer wieder kommen die Autos während des morgendlichen Berufsverkehrs ins Stocken, die Busse fahren nur im Schritttempo aneinander vorbei, so eng sind die provisorischen Fahrspuren in der Bahnhofstraße zwischen Lahn-Brücke und Robert-Koch-Straße. Wo der Verkehr eigentlich zweispurig verläuft, geht es nur auf einer Spur in jede Richtung vorwärts - sehr zum Ärger der Einzelhändler und Gewerbetreibenden in der Bahnhofstraße und dem Nordviertel.

"Wir kommen uns schon ein wenig verschaukelt vor", sagt Christian Großmann vom Werbekreis Marburger Nordstadt. Er und auch die anderen Händler fühlen sich ignoriert. Der Frust ist groß. "Wir haben im Vorfeld versucht, an die Stadt zu appellieren, dass sie die neue Baustelle um eine Woche nach hinten verschieben", erklärt Großmann weiter, der jetzt befürchtet, dass die Besucher am Wochenende, wenn der Marburger Frühling stattfindet die Nordstadt meiden.

"Wir haben tolle Aktionen auf die Beine gestellt, Geld investiert und bemühen uns mit dazu beizutragen, Marburg als Einkaufsstadt attraktiver zu machen", sagt er und ergänzt: "Die Stadt torpediert uns da. Man hätte doch einfach noch ein paar Tage warten können, schließlich wollen wir alle das gleiche: Das Menschen in die Stadt kommen."

Bernd Brinkmann vom Kaufhaus Teka vermisst die Sensibilität der Stadt gegenüber den Gewerbetreibenden: "Es muss doch möglich sein, das Machbare auch machbar zu machen", erläutert er und wirft der Stadt "Gedankenlosigkeit bei der Planung" vor.

Die Stadt weist diese Vorwürfe zurück und verweist auf die Stadtwerke Marburg, die seit dieser Woche in der Bahnhofstraße Arbeiten an Gas- und Wasserleitungen tätigen würden.

"Wir können nicht alle Restriktionen berücksichtigen", erklärt deren Geschäftsführer, Rainer Kühne, gegenüber der OP. Parallel zur Brückensanierung würden die Stadtwerke die Leitungen erneuern. "Dadurch sind wir einige Wochen früher fertig, als wenn wir erst dann mit unseren Arbeiten beginnen würden, wenn die Brücke schon fertig ist", erläutert er.

Die Baustelle sei ja eingerichtet. Da halte er es - auch im Sinne der Händler - für weitaus sinnvoller jetzt auch die Leitungsarbeiten auszuführen, als zu warten und die Baustelle an selber Stelle um mehrere Wochen zu verlängern, "auch wenn dadurch Behinderungen für das Wochenende des Marburger Frühlings entstehen".

Dennoch ist die Bahnhofstraße und die Nordstadt nicht vom Rest Marburgs abgeschnitten: Wer von Norden kommend dorthin will, sollte die Abfahrt Marburg-Nord der Bundesstraße B3a benutzen und dann entlang der Neuen Kasseler Straße in die Bahnhofstraße fahren. Wer von Süden kommt, kann ganz normal die Abfahrt Marburg-Bahnhofstraße nutzen. Parkplätze für Besucher stehen unter anderem im Parkhaus Nord in der Rosenstraße zur Verfügung.

"Es lohnt sich auf jeden Fall den Marburger Frühling in der Nordstadt zu beginnen", verspricht Bernd Brinkmann. In seinem Kaufhaus bietet er am verkaufsoffenen Sonntag beispielsweise besondere Warenangebote an, andere Nordstadt-Händler haben in ihren Läden für das Wochenende kleine Aktionen organisiert.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.marburg-nordstadt.de.

von Katharina Kaufmann

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