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Hinterland In Waldidylle kochen Emotionen hoch
Landkreis Hinterland In Waldidylle kochen Emotionen hoch
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20:55 26.02.2012
Der Bottenhorner Thomas Christ machte mit seinem Plakat im Namen der IG Bottenhorn auf den Protest der Bürger zum geplanten Windpark aufmerksam. Quelle: Klaus Peter

Bottenhorn. Bereits zu Beginn der Freiluftveranstaltung kam es zu einem Disput zwischen Bürgermeister Markus Schäfer und einer Vertreterin der Bürgerinitiative Holzhausen. Ihr untersagte Schäfer das Fotografieren, da es sich um eine nicht öffentliche Veranstaltung handele. Er verlangte von ihr, die digitalen Bilder zu löschen und drohte damit, den Ortstermin zu verlassen. Nach diesem Wortgefecht verließen dann einige Bürger den Treffpunkt. Grund des Eklats war die Tatsache, dass Schäfer in der Mediationsrunde am Freitagabend eine „Sitzung“ im Wald  mit nichtöffentlichem Charakter angekündigt hatte. Er stellte den Interessengruppen frei, mit je zehn Personen teilzunehmen. Uneingeladen nahmen auch Vertreter der Interessengemeinschaft Bottenhorn an dem Treffen teil.

In angespannter Atmosphäre berichtete Schäfer „Am Rondell“, zwischen Bottenhorn und Holzhausen gelegen, dass von den etwa 150 Jahre alten, rot markierten Buchen 50 bis 60 Stück mit etwa 250 Festmetern für das Projekt „Windpark am Hilsberg“ gefällt werden müssen. Dies seien 40 Festmeter weniger als die Gemeinde durchschnittlich jährlich an Brennholz einschlage.

Reiner Diemel vom Regierungspräsidium Gießen erläuterte, dass der Buchenbestand in etwa 20 bis maximal 30 Jahren normalerweise schlagreif sei, um auch dann der Naturverjüngung „Luft zu geben“. Zudem müssten Rodungen auch für Lagerflächen und an verschiedenen Stellen eine Trassenführung erfolgen, damit die großvolumigen Teile für die Windräder zum Einsatzort transportiert werden könnten. Außerdem müsste die Tragfähigkeit der Zufahrt verbessert werden. Für die zu rodenden Waldflächen müsste eine Ersatzaufforstung oder eine Abgabe erfolgen.

Ein Bürger wollte wissen, ob der Bau der Windkraftanlagen bereits entschieden sei. Dazu teilte Schäfer mit, es könne nicht sein, dass das Mediationsergebnis dazu führe, dass das Projekt nicht verwirklicht wird. Vielmehr sei es das Ziel, eventuelle Bürgerbelastungen zu vermindern.

von Klaus Peter

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