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Hinterland Im März geht die Post schneller ab
Landkreis Hinterland Im März geht die Post schneller ab
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19:10 19.09.2013
Rund 30 Biedenkopfer hörten die Erläuterungen von Telekom-Vertreter Winfried Moser (oben von links) und Holger König, des Geschäftsführers der Breitband GmbH, Klaus Bernhardt, des Biedenkopfer Bürgermeisters Joachim Thiemig und von Landrat Robert Fischbach zum Breitband-Ausbau im Hinterland. Quelle: Björn-Uwe Klein
Biedenkopf

Am Mittwoch erfolgte im Steffenberger Ortsteil Quotshausen der Spatenstich für die „Datenautobahn“ des Landkreises, am Abend fand im Biedenkopfer Rathaus die erste Infoveranstaltung zum „schnellen Internet“ statt.

Dort sprachen Bürgermeister Joachim Thiemig und Landrat Robert Fischbach von einem „historischen Tag” für die Region. Schnelles Internet, so der Rathauschef, sei ein wichtiger Standortfaktor und sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen von großer Bedeutung. Fischbach berichtete, dass kürzlich einer seiner Enkel die langsame Internetgeschwindigkeit beklagte. „Ich sagte ihm, pass auf, im Frühjahr hast du eine Internetleistung von 50, 60 Megabit.“ Woraufhin ihn sein Enkel aufgefordert habe: „Erzähl das mal meinen Freunden.“

Was er den Freunden seines Enkels erzählte, wiederholte der Landrat den rund 30 Interessierten im Biedenkopfer Rathaus. Er äußerte sich zuversichtlich, dass der erste Bauabschnitt, der auch Breidenbach und Steffenberg einschließt, im März abgeschlossen ist.

Im Landkreis wird eine Glasfaserleitung verlegt. Allein in Biedenkopf rund 31 Kilometer, wie Winfried Moser von der Telekom mitteilte. An die neue Leitung werden 6000 Haushalte angeschlossen. Glasfaser habe gegenüber Funk und Kupfer den Vorteil, dass es eine nahezu dämpfungsfreie Übertragung ermögliche, sagte Moser. Dies bedeute, dass es nahezu keinen Verlust am Ende der Leitung gibt. Ein Vorteil, den die Stadtteile Dexbach und Engelbach bald auch haben werden. Die Glasfaserleitung wird bis in die örtlichen Verteilerkästen verlegt. Lediglich „auf der letzten Meile“ vom Verteilerkasten zu den Haushalten kommt noch Kupfer zum Einsatz. Je nach Entfernung zum Verteilerkasten werde es zwar dann von Haus zu Haus immer noch Unterschiede in der Internetgeschwindigkeit geben. Diese aber seien dann nur noch sehr gering, versicherte Moser.

Die Entfernung der eigenen Wohnung zum nächstgelegenen Verteilerkasten war ein Thema, das so manchen Besucher interessierte. Und so gab Moser öfter einen Überblick über die Standorte der Kästen in den Orten. Die alten Verteilerkästen in den Orten werden im Zuge der Glasfaserkabelverlegung durch größere ersetzt. „Wir müssen richtig viel bauen“, kündigte Moser an.

Mit dem neuen System, dem sogenannten FTTC-Netz, werde zudem die Voraussetzung geschaffen, sich eine Glasfaser-Verbindung direkt ins Haus verlegen zu lassen, erklärte Moser. Nach Abschluss der Arbeiten soll in jedem Ort eine Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBits vorhanden seien. Lediglich einzelne, abseits der Orte gelegene Häuser, seien ausgenommen.

Moser wies darauf hin, dass das schnelle Internet nach Abschluss der Arbeiten den Haushalten nicht von allein zur Verfügung steht. Jeder Nutzer müsse einen entsprechenden Aktivierungsauftrag an seinen Internetanbieter erteilen. Daher gelte es, sich frühzeitig über vertragliche Details Gedanken zu machen.

nDie nächste Infoveranstaltung zum Thema Breitband-Ausbau findet am Mittwoch, 25. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus Breidenbach statt.

von Björn-Uwe Klein

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